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Mitteldeutsche Zeitung: zu Türkei

    Halle (ots) - Trotzdem ist die Erwartungshaltung in der EU, aber auch in der Türkei, Tage vor dem historischen Schritt von Skepsis, ja Unmut geprägt. Nach dem Scheitern der Europäischen Verfassung an den Referenden in Frankreich und in den Niederlanden wird deutlicher als zuvor zur Kenntnis genommen, dass die europäische Öffentlichkeit mitnichten ungeteilt hinter den Beitrittsgesprächen steht. Die Ost-Erweiterung konnte von den Staats- und Regierungschefs quasi noch im Alleingang beschlossen werden. Sie war die logische Folge des Falls der Mauer. Doch die Diskussion über die Grenzen und vor allem die Identität Europas bricht erst jetzt richtig los. Sie muss nicht trotz, sondern gerade wegen der Verhandlungen mit Ankara auch ernsthaft geführt werden. Andernfalls ist zu erwarten, dass die Bürger ihren Regierungen abermals die Gefolgschaft verweigern und damit die EU selbst ins Wanken bringen.

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