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26.10.2004 – 02:00

Mitteldeutsche Zeitung

Mitteldeutsche Zeitung: Mitteldeutsche Zeitung: Schlafmediziner entlasten Busfahrer Gericht: Angeklagter soll an so genannter Schlaf-Apnoe leiden

    Halle (ots)

Merseburg. Der 67-jährige Busfahrer, dem nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A 9 bei Bad Dürrenberg mit fünf Toten vor dem Amtsgericht Merseburg fahrlässige Tötung vorgeworfen wird, ist nun überraschend durch Mediziner der Universitätsklinik Bochum entlastet worden. Der angeklagte Heinz J. war in einem so genannten Schlaflabor untersucht worden. Aus dem gerichtlich angeordneten Gutachten geht hervor, dass Heinz J. an Schlaf-Apnoe leide und damit ohne es zu merken am Steuer eingeschlafen sein könnte. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Dienstag- Ausgabe.

    Die Staatsanwaltschaft hatte ihm dagegen bisher vorgeworfen, Anzeichen von Müdigkeit ignoriert und damit einen möglichen Unfall in Kauf genommen zu haben. „In dem Gutachten werden für uns erstaunliche Feststellungen getroffen“, sagte gestern Staatsanwalt Klaus Wiechmann. „Wir haben aber ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, um ganz sicher zu gehen.“ Die Expertise soll von der Uniklinik der Martin-Luther-Universität erarbeitet werden und in einigen Wochen vorliegen. Weil durch die Untersuchung im Bochumer Schlaflabor und die Auswertung der Ergebnisse die gesetzlich vorgeschriebene Frist für Verhandlungstermine überschritten wurde, war der Prozess ohne Urteil beendet worden. Das Verfahren muss neu begonnen werden.


ots-Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung

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Walter Zöller
Ressortleiter Sachsen-Anhalt
Telefon: 0345/565-4266

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