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Mitteldeutsche Zeitung: zu Lage in Brüssel

Halle (ots) - Im Schatten einer hochmodernen Metropole wuchs eine Generation junger Menschen heran, die keinen Job, keine Ausbildung, keine Perspektive hat - und die deshalb empfänglich wird für radikale Botschaften. Diese Entwicklung allein mit mangelnder oder unzureichender Integration zu begründen, führt in die Irre. Weil es nicht allein um Zuwanderer geht. Die Attentäter von Paris, die in Belgien lebten, wurden auch nicht im Gefängnis radikalisiert, sondern vor ihrer Haustüre. Die Verhaftung von 21 Verdächtigen in der Nacht zum Montag zeigt: Es handelt sich ausnahmslos um junge Menschen, die nichts von dem hatten, was man Zukunft nennt. Die Sicherheit von morgen fängt heute an, indem man diese jungen Leute nicht länger übersieht. Brüssel hat für diesen Fehler eine bittere Rechnung erhalten.

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