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Mitteldeutsche Zeitung: Spionageaffäre Einstiger Kanzleramts-Wirtschaftsexperte Ludewig: "Wichtige Dinge habe ich nie am Telefon besprochen"

Halle (ots) - Der ehemalige Leiter der Wirtschaftsabteilung im Bundeskanzleramt, Johannes Ludewig, hält seine Überwachung durch den US-Geheimdienst NSA für akzeptabel. "Das überrascht mich wenig", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Die Aufgabe von Geheimdiensten ist, das rauszukriegen, was man normalerweise nicht kriegt. Als ich im Kanzleramt war, bin ich immer davon ausgegangen, dass es Leute gibt, die auch an diese Informationen kommen sollen. Nichts liegt mehr auf der Hand als das." Dies gelte auch für Partner. Wichtige Dinge habe er in der Regel nicht am Telefon besprochen. Die Kanzlerin abzuhören sei "ein ganz anderes Level", fügte Ludewig mit Blick auf entsprechende Berichte aus dem Jahr 2013 hinzu. Denn es gebe "ja noch einen kleinen Unterschied zwischen dem Regierungschef und den Tausenden von Mitarbeitern". Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor unter Berufung auf Dokumente der Enthüllungsplattform Wikileaks berichtet, der früheste Eintrag in den Papieren beziehe sich auf Ludewig, der im Kanzleramt auch für den Aufbau Ost zuständig war und 1994 ausschied.

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