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Mitteldeutsche Zeitung: zu Freital

Halle (ots) - Dass es aber das Wählerpotenzial gibt, zeigen Phänomene wie die Pegida-Massendemos. Auch deren Abklingen sind kein Grund zur Entwarnung: Pegida kündigt jetzt an, bald bei Landtagswahlen anzutreten. Bei Dresdens Rathaus-Wahl bewies Pegida bereits, dass rechte Polemik fast zehn Prozent einbringt, wenn die Stimmung passt. In Sachsen passt sie, so aggressiv protestieren "besorgte Bürger" in Freital und anderswo gegen Flüchtlinge, so hilflos reagieren die "Altparteien". Es ist einer Demokratie unwürdig, nur auf die Zersplitterung und gegenseitige Lähmung der Rechtsaußen zu hoffen. Auch die Versuche, die Frustbürger durch populistische Sprüche einzufangen, verschärfen nur das Problem. Seriöse Politik muss sich fragen, wie sie derlei Misstrauen auslöst. Ein Stichwort sollte die wachsende soziale Kluft sein, die Neid und Abstiegsängste erst hervorrufen.

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