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Mitteldeutsche Zeitung: zu Frauen und Dschihadismus

Halle (ots) - Freilich hat es Extremismus schon immer gegeben. Auch in Deutschland taten Menschen vor Jahrzehnten Dinge, die rückblickend unvorstellbar anmuten. Was wir da erleben, ist trotz allen Kopfschüttelns menschheitsgeschichtlich so neu also nicht. Hinzu kommt, dass der Islamische Staat heute einerseits Pop ist. Pop bedeutet: Er ist so anders, dass er anziehend wirkt. Auch Gewalt ist Pop. Andererseits bietet er vermeintlich einen Ausweg aus verfehlter Integration in Deutschland. Dass sich junge Frauen ebenfalls angezogen fühlen, verwundert daher keineswegs. Der religiöse Fanatismus bemäntelt auch Not. So oder so besteht Anlass, gerade diese jungen Frauen stärker in den Blick zu nehmen. In dem Maße, in dem sie im Islamischen Staat eine Rolle spielen können, wächst ihre Verführbarkeit. Die Zahl weiblicher Ausreisen dürfte weiter steigen.

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