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Mitteldeutsche Zeitung: zu Flüchtlingen

Halle (ots) - Die routinierte Betroffenheit in Europas Hauptstädten schwillt mit jeder neuen Flüchtlingstragödie an, bis zum nächsten Mal. Dazwischen passiert: nichts. Schlimmer noch, die einfachsten Gebote des Helfens werden immer weiter außer Kraft gesetzt. In ihrer Gründungspräambel verpflichten sich die Mitglieder der Europäischen Union auf die Achtung der Menschenrechte und berufen sich auf ihr humanistisches Erbe. 2012 bekam die EU gar den Friedensnobelpreis. Doch die Menschenrechte gelten offensichtlich nicht für alle. Europa hat viel dafür getan, um die Flüchtlinge aus Afrika und Asien fernzuhalten. Das Grundrecht auf Asyl, eine zivilisatorische Errungenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde vor allem auf Drängen Deutschlands auch auf europäischer Ebene ausgehöhlt, Visa für Flüchtlinge gibt es nicht mehr. Und nicht zuletzt Deutschland sorgte dafür, dass mit den Dublin-Verträgen jene Länder in der EU die Hauptlast tragen, die das Pech haben, am Mittelmeer zu liegen.

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