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Mitteldeutsche Zeitung: Affäre Guttenberg SPD-Innenpolitiker Wiefelspütz verlangt Klarheit über wirtschaftliche Verflechtung von zu Guttenberg mit der Uni Bayreuth

Halle (ots) - Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hat Aufklärung über wirtschaftliche Verflechtungen zwischen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und seiner Familie und der Universität Bayreuth verlangt. "Das wird das Parlament sehr intensiv interessieren", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) und schloss die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses nicht völlig aus. "Da muss Klarheit her." Im Hinblick auf die Gesamtaffäre fügte Wiefelspütz hinzu: "Ich finde das Ganze in der Zuspitzung dramatisch. Mir wird da richtig übel." Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, erklärte der "Mitteldeutschen Zeitung", die finanziellen Verflechtungen "könnten eine Erklärung dafür sein, warum die Universität Bayreuth so schnell und ohne Prüfung einer vorsätzlichen Täuschung über die Aberkennung des Doktortitels entschieden hat". Dies sei in Guttenbergs Interesse. Der Berliner "Tagesspiegel" hatte zuvor berichtet, die Rhön Klinikum AG habe zwischen 1999 und 2006 für einen neuen Lehrstuhl an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth 747 764,36 Euro gezahlt. Guttenberg saß von 1996 bis 2002 im Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft, seine Familie hielt dort ein Aktienpaket. Der CSU-Politiker studierte von 1992 bis 1999 in Bayreuth Rechtswissenschaften und promovierte im Jahr 2007 mit der Bestnote "summa cum laude".

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