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Mitteldeutsche Zeitung: zu Steinbrück

Halle (ots) - Wer auch immer die Idee als erster gehabt hat: Peer Steinbrück als deutschen Kandidaten für denChefposten bei der EZB vorzuschlagen besaß Charme. Steinbrück (SPD) hatte als Bundesfinanzminister in der Großen Koalition entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland relativ unbeschadet durch die Finanzkrise gekommen ist. Der SPD-Politiker hat sich großen Respekt erworben - auch und vielleicht gerade weil seine eigene Partei gelegentlich mit ihm gefremdelt hat. Aber so ist das eben nun mal, wenn ein Kopf wirklich unabhängig denkt. Umso bedauerlicher, dass der belesene, erfahrene und zugleich scharfzüngige Steinbrück eine Kandidatur für die EZB strikt von sich weist. Deutschland hat leider keinen Überhang an Personal, das für diesen Posten ernsthaft in Frage käme.

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