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Mitteldeutsche Zeitung: zu Irak

Halle (ots) - Die "Operation Irakische Freiheit" endet ohne Siegesparade. Von den ursprünglichen Kriegszielen haben die USA in Bagdad keines erreicht: Der Irak wurde nicht zur leuchtenden Musterdemokratie, Amerika nicht zur Ordnungsmacht in der Region. Dass Saddams Schreckensherrschaft vorbei ist, bleibt die eine gute Nachricht. Dafür aber haben die Menschen im Irak einen hohen Preis bezahlt. Für Amerika gibt es keinen Sieg - es wird ihn auch nicht geben. Was es geben kann, ist Schadensbegrenzung - und um die hat sich Barack Obama verdient gemacht. Die Illusion ist zerstoben, das Schicksal des Irak in neokolonialer Anmaßung fremdbestimmen zu können. Wer künftig in Bagdad regiert, auf welche Weise dort Machtkämpfe ausgetragen werden, ob sich das Land stabilisiert oder zurückfällt in blutige Bruderfehden - all das ist jetzt vor allem Sache der Iraker selbst.

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