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Mitteldeutsche Zeitung: zu HRE-Enteignung

    Halle (ots) - Vom bösen Sozialismus ist jetzt teilweise die Rede, weil der Staat das jüngst vom Bundestag gebilligte Instrument der Verstaatlichung als letztes Mittel einsetzen darf. Wer jetzt Sozialismus wittert, der wertet allerdings die untergegangeneDDR nur unnötig auf. Da gab es bekanntlich massenhafte Verstaatlichungen, aber keine marktüblichen Preise für das, was zur Verstaatlichung anstand. Wenn der Staat nun den HRE-Aktionären einen Preis bietet, der deutlich über dem Kurs der letzten Tage liegt, dann ist dies so ziemlich das Gegenteil von Machtwillkür. Vielmehr wird die Offerte beiden Seiten gerecht: Die privaten Aktionäre entgehen dem drohenden Totalverlust. Andererseits bekommt der Staat erst durch höheren Kapital-Anteil so viel Macht, dass er den Immobilienfinanzierer am Leben erhalten kann.

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