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Mitteldeutsche Zeitung: Späh-Software Späh-Software auf Computern Terrorverdächtiger: Bosbach verteidigt Pläne

Halle (ots)

Der stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, hat Pläne des 
Bundesinnenministeriums verteidigt, mit Hilfe gefälschter 
Behörden-E-Mails Späh-Software auf den Computern von 
Terror-Verdächtigen zu installieren. "Das ist wirklich keine 
Sensation", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen 
Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Denn für die Online-Durchsuchung 
brauchen wir den Einsatz forensischer Software. Eine 
Online-Durchsuchung kann man nicht mit Hammer, Zange und 
Schweißbrenner machen." Es gebe "keinen Bundestrojaner, den man 
herstellt und bei Bedarf benutzt". Für jede einzelne Maßnahme 
benötige man spezielle Software. Das Vertrauen der Bürger in den 
Staat werde durch solche Methoden nicht gefährdet, so Bosbach. "Eine 
wehrhafte Demokratie würde dann erschüttert, wenn wir erklären 
würden, es gibt für Terroristen Möglichkeiten der Kommunikation, auf 
die der Staat unter keinen Umständen Einfluss nehmen kann und will." 
Die Pläne seien am Montag bei einer Zusammenkunft von Vertretern des 
Bundesinnen- und des Bundesjustizministeriums mit Spitzenvertretern 
der Koalitionsfraktionen beschrieben worden; auch Sachverständige 
hätten teilgenommen.
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy 
(SPD), äußerte sich skeptisch zu den Plänen: "In Sachen 
Online-Durchsuchung gibt es immer noch mehr Fragen als Antworten - 
auch in technischer Hinsicht. Ich kann mir im Übrigen nicht 
vorstellen, dass Terrorverdächtige so blöde sind, eine solche E-Mail 
zu öffnen." Edathy zufolge wollen die Sicherheitsbehörden vermeiden, 
Privatpersonen zu benutzen, um Späh-Software zu installieren. Deshalb
werde daran gedacht, auf gefälschte Behörden-E-Mails zurückgreifen.

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