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Lausitzer Rundschau: Zu Bauern/Nothilfe: Dauerhafte Lösung

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Bauern/Nothilfe:

    Nun hat der Sommer, neben Frühling, Herbst und Winter einer der vier Hauptfeinde der Bauern, wieder zugeschlagen. Sofort wird nach staatlicher Hilfe gerufen. So einfach ist es nicht. Die nun schon seit Wochen anhaltende Trockenheit mit Niederschlagsmengen, die vielerorts in einen Fingerhut passen, sind in ihren Auswirkungen so drastisch wie Überschwemmungen am Rhein, an der Elbe oder Oder. Während staatliche Hilfen und die Solidarität der Bürger mit den Betroffenen nach Überflutungen berechtigt als Beweise funktionierenden Gemeinwohls gefeiert werden, ernten die Landwirte für ihre Forderungen nach Unterstützung eher Kritik. Richtig ist, dass die Bauern bei ihrer Produktion unter freiem Himmel mit unterschiedlichem Wetter und Ertragsschwankungen rechnen müssen. Diese müssen sie selbst verkraften, so wie Unternehmen in der Industrie, deren Auftragsbücher ebenfalls mal mehr und mal weniger gefüllt sind. Auswirkungen von Katastrophen allerdings müssen anders geschultert werden. Und der Zustand auf Feldern und Wiesen in Südbrandenburg und Ostsachsen ist vielfach katastrophal. Wie entlang der Flussläufe beim Hochwasserschutz muss auch in der Landwirtschaft konsequenter Vorsorge für die Zukunft betrieben werden. Dazu gehört in erster Linie, dass die Bauern in Deutschland durch den Abbau von Nebenkosten dauerhaft entlastet und sie mit ihren europäischen Berufskollegen gleichgestellt werden. Dafür hat die alte Bundesregierung nichts getan, und die neue auch noch nicht.

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