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Lausitzer Rundschau: Zu DGB-Bundeskongress/Merkel: Mutiger Auftritt

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu DGB-Bundeskongress/Merkel:

    Dieser DGB-Bundeskongress hat es in sich. Am Montag der Auftritt von Horst Köhler, bei dem der Bundespräsident es sich nicht nehmen ließ, der schwarz-roten Koalition einiges zur Steuerpolitik und zum Arbeitsmarkt deutlich ins Stammbuch zu schreiben. Am Dienstag die höchst turbulenten Wahlen der neuen DGB-Spitze, bei denen Ursula Engelen-Kefer als DGB-Vize spektakulär abgewählt und Gewerkschaftschef Michael Sommer kräftige Stimmeneinbußen einfahren musste. Am Mittwoch schließlich die Rede der Kanzlerin, die recht frisch wirkte, nachdem sie ja erst nachts von ihrer strapaziösen China-Reise zurückgekehrt war. Merkel plädierte für starke Gewerkschaften, ging dabei aber nicht auf Schmusekurs, nahm kein Blatt vor den Mund. Geradeheraus sprach sie mutig die Themen an, die den Delegierten des DGB-Kongresses am meisten unter den Nägeln brennen: Mindest- und Kombilohn, Renten- und Gesundheitsreform. Und nicht zu vergessen, die höchst umstrittenen Steuerbeschlüsse der Koalition. Merkel ging von Anfang an in die Offensive, druckste nicht herum. Sie verteidigte die Rente mit 67 ebenso tapfer, wie die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Und erstaunlicherweise gab es aus Delegiertenkreisen nur ein paar harmlose Pfiffe oder Buhrufe. Was man durchaus auch positiv auslegen könnte: Beide Seiten sind in der Realität angekommen. Das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Union, das im letzten Wahlkampf auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt war, es hat sich wieder normalisiert.

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