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Lausitzer Rundschau: Ohne Geld . . . Der OECD-Bildungsbericht und die Krise

    Cottbus (ots) - Es ist ja nicht so, als ob bei den Parteien in diesem Bundestagswahlkampf das Thema Bildung nur eine marginale Rolle spielen würde. Wer das behauptet, tut ihnen Unrecht. Denn alle haben erkannt, was die OECD ihnen noch einmal ins Stammbuch geschrieben hat: Wer nach der Krise besser dastehen will, der muss das System deutlich durchlässiger machen, der braucht mehr Akademiker, mehr Facharbeiter, mehr Lehrer und Erzieher. Anders geht es nicht. Insofern dürfte niemand angesichts des eher schlechten OECD-Gesamtzeugnisses aus den Wolken gefallen sein. Zumal man weiß: Die Bildungsmühlen in Deutschland mahlen viel zu langsam. Das liegt nicht nur, aber auch am Föderalismus. Ganz besonders in der Schulpolitik ist das föderale System bisher mehr Problem als Rettung. Außerdem ist es fatal gewesen, dass sich der Bund seine noch wenigen Mitsprachemöglichkeiten aus der Hand hat nehmen lassen. Denn eines ist doch klar: Ohne mehr Geld geht nichts, aber durch die Föderalismusreform darf der Bund nicht einmal mehr Investitionen bezahlen. Die Wahlkämpfer können jetzt also die Backen aufblasen, am Ende entscheiden die Länder, wie die Bildungsrepublik auszusehen hat. Und ob die davon immer eine richtige Vorstellung haben, muss angesichts der Debatten der vergangenen Jahre über Turbo-Abi oder Hochschulabschlüsse bezweifelt werden. Hinzu kommt: Die Bewältigung der Krise darf nicht dazu führen, dass Milliarden bei der Bildung eingespart werden. Sonst wird Deutschland eindeutig zum Krisenverlierer. Ob im Bund oder in den Ländern, alle Politiker sagen, dass sie dies nicht tun werden. Daran muss man sie ständig erinnern.

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