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Lausitzer Rundschau: Der Rücktritt von Manager Heidrich bei Energie Cottbus

    Cottbus (ots) - Energie Cottbus habe mit Steffen Heidrich einen echten Strategen als Manager. Diese von Claus-Dieter Wollitz kurz vor seiner Verpflichtung als FCE-Coach getätigte Aussage ist gerade mal zwei Monate alt. Es ist Ironie des Schicksals, dass die Zusammenarbeit zwischen den Strategen Heidrich und Wollitz sich auch deshalb so kompliziert gestaltete, weil beide nach gänzlich verschiedenen Strategien arbeiten. Auf der einen Seite der introvertierte Heidrich, der Probleme am liebsten intern regelt und sich nach dem Abstieg den Vorwurf gefallen lassen musste, die Querelen innerhalb des Teams nicht konsequent genug bekämpft zu haben. Auf der anderen Seite der extrovertiere Wollitz, der sein Herz auf der Zunge trägt und Probleme öffentlich benennt, selbst wenn es für alle Beteiligten schmerzhaft ist. Dass diese verschiedenen Strategien früher oder später zum Konflikt führen würden, war absehbar. Selbst wenn Heidrichs Entschluss schon nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gereift war - zumindest der Zeitpunkt des Rücktritts, kurz nach dem Start der neuen Saison, hängt maßgeblich mit den nicht zu vereinbarenden Strategien von Heidrich und Wollitz zusammen. Der Manager hat gespürt, dass der Verein beim eingeleiteten Umbau ganz auf die Karte des neuen Trainers setzt. Vor dem Hintergrund des damit einhergehenden Kompetenzverlustes ist sein Rücktritt konsequent. Ein Teil dieser Kompetenz erhält nun Trainer Wollitz, der künftig mehr denn je über Transfer-Angelegenheiten entscheiden darf. Dass ihm ein Sportdirektor zur Seite gestellt werden soll, ist gut und richtig. Ja, Wollitz hat für einen Stimmungsumschwung gesorgt und einen guten Saisonstart mit dem neuformierten Team hingelegt. Und dennoch wird es auch ihm guttun, sich mit einem Sportdirektor an seiner Seite auszutauschen. Wichtig ist, dass beide die gleiche Strategie verfolgen.

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