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Der Arbeitskreis Umgangsformen (AUI) empfiehlt: Verpflichten Weihnachts- oder Neujahrswünsche zum Dank?

Hamburg (ots) - Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind die "Hoch-Zeiten", um sowohl im Geschäftsleben als auch im privaten Bereich gute Wünsche zu verschicken. Deshalb taucht verstärkt die Frage auf: Ist es aus Höflichkeitsgründen notwendig, auf Karten oder E-Mails zu reagieren und dafür schriftlich zu danken?

Die Antwort: Nein. Das gilt außer bei Weihnachtspost ganz allgemein für Glückwünsche gleich welcher Art, wenn sie als E-Mail relativ kurz gehalten sind, es sich um eine Internet-Grußkarte handelt oder auf einer Karte einem gedruckten Text lediglich ein paar Sätze respektive nur Unterschriften zugefügt wurden. Anders sollte das bei persönlichen, längeren Briefen gehandhabt werden. Dann ist ein Dankeschön empfehlenswert. Bei Geschenken im persönlichen Bereich bleibt es für einen höflichen Menschen unerlässlich, dafür zu danken. Werden von Firmen Weihnachtspräsente an die Kundschaft verschickt, gibt es hingegen keine Verpflichtung, Dank zu sagen.

"Wir danken für Ihr Verständnis"

Im richtigen Zusammenhang gebraucht ist dieser Satz nicht nur höflich, sondern oft notwendig. Gleiches gilt für: "Wir danken Ihnen für Ihre Geduld."

Hat jemand jedoch gar keine Geduld oder kein Verständnis für irgendetwas signalisiert, wird eine solche Aussage zur Unterstellung. Das kann sich zum "Schuss nach hinten" entwickeln.

Beispiel: Eine Firma teilt einer Kundin mit, dass sich die Lieferung der bestellten Ware verzögert. Schon zu Beginn des Lesens baut sich Ärger über die unliebsame Nachricht in ihr auf. Der verstärkt sich beim Schlusssatz: "Wir danken Ihnen sehr (herzlich) für Ihr Verständnis!" Solches hat sie nämlich keinesfalls für diese Unzuverlässigkeit, die sie in Schwierigkeiten bringt.

Formulieren Sie in solchen und ähnlichen Situationen besser: "Wir bitten um Ihr Verständnis!" ("Wir bitten Sie um etwas Geduld!"), als dieses suggerierend vorauszusetzen. Ersteres wird in den meisten Fällen den Unmut geringer halten. Arbeitskreis Umgangsformen International

Der Arbeitskreis Umgangsformen International ist das älteste in Deutschland tätige Sachverständigen-Gremium zu den Themen Verhalten, Kommunikation, moderne Umgangsformen, im allgemeinen Sprachgebrauch gern als "Knigge"-Gremium bezeichnet. Es bietet sowohl der Presse als auch Privatleuten mit seinen Empfehlungen seit mehr als 50 Jahren sichere Kompetenz.

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