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05.02.2004 – 10:01

SoVD Sozialverband Deutschland

Heilmittel-Richtlinie verschlechtert Versorgung chronisch Kranker und Behinderter

    Berlin (ots)

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt anlässlich der
heutigen Beratungen im Bundesgesundheitsministerium über eine neue
Heilmittel-Richtlinie:  Die neue Heilmittelrichtlinie, die der
Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beschlossen hat,
verschlechtert die Versorgung von chronisch Kranken und Behinderten
massiv.
    
    Da langfristige Verordnungen künftig gar nicht mehr möglich sein
sollen, muss die Therapie nach wenigen Wochen unterbrochen und immer
wieder neu beantragt werden. Die Neuregelung ist bürokratisch,
unsachgemäß und kontraproduktiv für den Genesungsprozess.  Wieder
einmal soll auf Kosten der chronisch Kranken und Behinderten gespart
werden.
    
    Es trifft Patienten, die beispielsweise Physiotherapie,
Ergotherapie oder Logopädie benötigen. Gerade bei diesem
Personenkreis tragen Langzeittherapien wesentlich dazu bei, eine
Verschlimmerung von Krankheiten zu vermeiden und eine
Pflegebedürftigkeit zu verhindern. Damit wirken sich diese Therapien
letztendlich Kosten sparend aus. Der SoVD appelliert an die
Bundesgesundheitsministerin, diesen Entwurf für eine neue
Heilmittel-Richtlinie abzulehnen. Das Bundesgesundheitsministerium
muss dringend auf eine Überarbeitung der Richtlinie durch den
Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (seit 1.1.04: Gemeinsamer
Bundesausschuss) hinwirken. Dabei muss sichergestellt werden, dass
chronisch Kranke und Behinderte die notwendigen Behandlungen
erhalten.
    
    Es darf keine Zwangspause bei Therapien für chronisch Kranke und
Behinderte geben.
    
    Für weitere Informationen steht Ihnen Gabriele Hesseken unter
030/72 62 22-124 zur Verfügung.
    
    V.i.S.d.P.: Dorothee Winden
    
    
ots Originaltext: SoVD-Bundesverband
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
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10179 Berlin

Tel.: 030/72 62 22 - 129 / Sekretariat -123
Fax:  030/72 62 22 328
E-Mail: dorothee.winden@sovd.de

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