Weight Watchers (Deutschland) GmbH

Von Atkins bis Ananas

Düsseldorf (ots) - 1970 startete Weight Watchers in Deutschland, behauptet sich seither im Auf und Ab der Diättrendwellen: Mit Kilo-Killern von Kleie bis Kohlsuppe, mit Abnehmkuren von Atkins bis Ananas - der Markt tüftelte immer neue Ideen aus. Und ganz gleich, was kam und wieder ging, eines blieb und bleibt ein Fels in der Brandung: Als eines der ganz wenigen Diätprogramme feiert Weight Watchers einen stolzen 40-jährigen Geburtstag. Grund genug für uns zu feiern - mit einem bunten Rückblick auf 40 Jahre Diätgeschichte!

Prilblümchen und Plateauschuhe

In den Siebzigern startet Weight Watchers in Deutschland durch. Die Treffen basieren auf dem Vorbild aus dem Jahr 1963, als die New Yorker Hausfrau Jean Nidetch ihre überschüssigen Kilos satt hatte. Nidetch tat sich mit einigen Freundinnen zusammen, arrangierte ein erstes Treffen in ihrem Wohnzimmer. Die gegenseitige Motivation erleichterte den Damen das Abnehmen entscheidend - die Weight Watchers-Philosophie war geboren.

Nur sieben Jahre später beflügelt sie auch uns. Der erfolgreiche Auftakt in Deutschland kommt dabei gerade in den Siebzigern nicht von ungefähr - die Zeit mit dem Prilblümchen-Charme lässt allgemein den Esskonsum ausarten: Die Berge, die sich die Menschen auf ihre Teller türmen, machen den Plateausohlen ihrer Schuhe Konkurrenz. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beklagt jeden Zweiten als zu dick. Frauen beginnen sich mehr Leichtigkeit à la Twiggy zurückzuwünschen, deren dünnes Figürchen schon in den 60ern für Furore sorgte.

Gewichtsgurus basteln zusätzlich an einer Lösung. Allen voran Dr. Robert C. Atkins. Der amerikanische Arzt entlarvt Kohlenhydrate als Moppelig-Macher. Folglich fliegen diese in der "Atkins"-Diät vom Speiseplan, dafür dürfen Probanden Fette und Eiweiße schlemmen. Auch der deutsche Professor Hellmut Otto soll sich in diesen Jahren schon in die Wirkung von Kohlenhydraten auf den Blutzuckerspiegel vertieft haben. Ein passendes Programm namens "Glyx"-Diät, das auf einem solchen Prinzip basiert, kommt aber erst vierzig Jahre später.

Und auch die "Magische Kohlsuppe" aus den USA blubbert bereits in einigen deutschen Töpfen. Sie kann sich aber noch nicht durchsetzen, zu nachhaltig boomt die Emanzipation; immer mehr Frauen gehen in den Beruf, immer weniger haben Lust auf Kochen.

Trends zwischen Dauer- und Mikrowelle

In den Achtzigern heizt die Minutenschnelle der Mikrowelle das Tempo der Workaholics an, was den Konsum von fettigen Fertiggerichten fördert. Langfristig sehnt sich die Damenwelt da nach mehr Sportlichkeit. Leichte Kost, eingebettet in den Aerobic-Aktionismus einer Sidne Rome, soll wieder Abhilfe schaffen.

Vor diesem Hintergrund wirft die Engländerin Audrey Eyton ihre "F-Plan-Diät" auf den Markt. Verzehrt werden sollen mindestens 50 Gramm Ballaststoffe am Tag, in Form etwa von Haferflocken, Leinsamen oder Kleie. Auch die "Hay'sche" Trennkost will das schlechte Gewissen kulinarischer Sünder streicheln. Das Ernährungsprinzip des amerikanischen Mediziners Dr. Howard Hay ermuntert dazu, Eiweiß und Kohlenhydrate nicht zusammen zu verspeisen, da der Körper diese nicht zeitgleich verdauen könne.

In die Dauerwellen-Dekade mogelt sich auch so eine Variante: die "Psycho-Diät" des amerikanischen Ehepaars Leonard und Lillian Pearson, propagiert in Deutschland per Buch. Die Pearsons teilen Lebensmittel in zwei Gruppen ein: "Summende" Lebensmittel auf der einen Seite dienten tatsächlich zur Deckung täglicher Bedürfnisse. "Winkende" hingegen auf der anderen Seite verführten allein durch Verpackung oder Geschmacksverstärker, seien also überflüssig. Die einzige Vorgabe: Solange es summt, darf man es essen - was insofern problematisch wird, als dass unverbesserliche Naschkatzen Schokolade allzu fix überzeugend summen hören könnten...

Girlies, Talkshows, Anti-Aging

Die neonfarbenen Neunziger bringen so appetitliche Neuheiten hervor wie den Girlie-Style der VIVA-Ikone Heike Makatsch; wer diesem nacheifert, muss sich in die engen Girlie-T-Shirts zwängen, was eine schon fast androgyne Körperform voraussetzt - und das Verbrennen unnötiger Kilos unvermeidlich macht. Parallel vermitteln die Jahre den Konsumenten ohnehin wenig Fleischeslust - BSE oder Schweinepest sei Dank. Umso attraktiver werden Diätformen, bei denen garantiert kein Gammel-Grillgut vorkommt, z.B. bei Formulardiäten die alle oder einzelne Mahlzeiten durch Fertigdrinks oder -suppen ersetzen.

Auch rein vegetarische Diätformen sind in diesem Rahmen interessant. Die "Ananas-Diät" etwa, die auf die verdauungsfördernden und eiweißspaltenden Enzyme der Ananas schwört. Die Konsumenten sollen bis zu zwei Kilo am Tag verdrücken, aber bitte nicht aus der Konserve (zuviel Zucker!), sondern immer schön frisch.

Parallel sind die Menschen an dekadenter Selbstbesinnung interessiert, was sich auch in der Wandlung von Fitness- zu Wellnesstempeln spiegelt. Essprogramme wie die "Hollywood"-Diät versprühen die nötige Prise Glamour. Die Diät, der Legende nach von Filmstudiobossen erfunden, um Stars und Sternchen in Form zu halten, lässt die Konsumenten tief in die Tasche greifen: auf dem Teller arrangieren sich neben Exotik-Früchtchen ganz exklusiv Hummer oder Shrimps.

Im Zuge der Selbstverliebtheit boomender Talkshows, die dazu animieren eine kurze Bildschirm-Berühmtheit zu leben, wird auch Anti-Aging zum Trend. Effekte erhofft man sich vom "Dinner-Cancelling", bei dem man auf das Abendbrot verzichtet, nach 17 Uhr maximal Molke trinkt; das soll die nächtliche Produktion der Hormone Somatropin und Melatonin anschieben, die den biologischen Alterungsprozess an-geblich verlangsamen.

Casting-Kick und Kohlsuppenglück

Dieter Bohlen castet den Superstar, Heidi Klum ein Topmodel nach dem nächsten. Billigprodukte vom Reißbrett-Einerlei sind im Showgeschäft ein gefundenes Fressen - in den 2000ern auch beim Essen. Diese Jahre sind wirtschaftlich nicht die besten und so schlägt Analogkäse der Qualität ein Schnippchen.

Die blendende Kraft der Fernsehwelt lässt die Diätwellen noch unruhiger schwappen als in den vergangenen Jahrzehnten - viele Frauen lassen sich von der immer neuen Suche nach immer neuen Sternchen anstecken und erhoffen sich persönliches Star-Sein durch das Ausschlagen des Zeigers ihrer Waage nach links. Das Bedürfnis, einem vorgelebten Ideal einer Heidi Klum zu entsprechen, bedient da etwa die "New York-Diät", die das Topmodel nach ihrer Schwangerschaft so wieder in Form gebracht haben soll. Kohlenhydratreiches und Fettes sind gestrichen, zwei Mahlzeiten werden durch Eiweißdrinks ersetzt, das Ganze kombiniert mit täglichem Workout.

Auch die "South Beach Diät" bietet sich an, als supersanfte "Low Carb"-Variante: Sie kickt die Kohlenhydrate nicht völlig aus dem Kühlschrank, sondern teilt sie in "gute" (Gemüse, Obst) und "schlechte" (Pasta, Kartoffeln) ein, um den Heißhunger auf Süßes besser zu kontrollieren.

Kohlenhydrate ins Visier nimmt auch die Kur "Schlank im Schlaf". Diese Methode verspricht Gewichtsverlust durch die Anregung nächtlichen Fettabbaus. Haupthemmer hierfür seien Kohlenhydrate, die am Abend verboten sind; wer seinen Körper nachts zum Abtragen von Fettdepots ermuntern wolle, solle vorm Schlafengehen ausschließlich Eiweiße zu sich nehmen.

Die "Glyx"-Diät, eine aufgewärmtes Prinzip aus den Siebzigern, lockt Diätwillige mit der Aufforderung, möglichst Lebensmittel mit geringem "Glykämischen Index" zu essen, um den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen zu lassen; gedämpfter Heißhunger inklusive.

Und: Die "Magische Kohlsuppe" ist wieder da! In den 2000ern feiert sie ein Riesen-Revival. Brandete sie in den Siebzigern auf, um sich gleich darauf wieder zurückzuziehen, überflutet sie nun Deutschland regelrecht, im Fahrwasser zusätzliche Portionen Früchte und Gemüse.

Doch bei allem was kommt und geht, aufflackert, wieder abflaut - eines ist durch die Jahre geblieben: Weight Watchers bewährt sich seit 40 Jahren, als zuverlässig Kilo kickendes Konzept. Seine Programme, wie etwa auch der neueste "ProPoints® Plan", werden zwar auf Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt. Gleichzeitig sind sie abstimmbar auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Konsumenten und somit in ihrer Flexibilität auf den Alltag zugeschnitten. Dazu bewirken sie eine tatsächliche Umstellung der Ernährung. Damit hält Weight Watchers ein Versprechen, das die Kurzlebigkeit schwer durchhaltbarerer Mode-Diäten nicht einlöst: wirk-lich dauerhaft an Gewicht zu verlieren - gründlich, gesund, mit sanftem Tempo.

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