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21.03.2019 – 14:39

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Erfolg für kleine Handwerksbäckereien: Zentralverband verhindert Gebührenerhöhung für die Kontrolle des Brotgewichts

Erfreuliche Nachrichten für kleine Handwerksbäckereien: Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat eine weitere Erhöhung der Gebühren für die Kontrolle des Brotgewichts durch die Eichämter verhindert. Der Bundesrat hat der neuen Mess- und Eichgebührenverordnung (MessEGebV) bereits zugestimmt, mit der die Kosten für diese Kontrollen unverändert bleiben.

Michael Wippler, Präsident des Zentralverbandes, zeigt sich über die neue Mess- und Eichgebührenverordnung erfreut: "Die ursprünglich vorgesehenen Gebührenanpassungen hätten besonders kleine Betriebe extrem belastet. Für sie sollten die Gebühren um bis zu 27% ansteigen." Industrielle Großproduzenten hätten dagegen von einer Gebührensenkung profitiert. "Das war niemandem zu vermitteln und wird zum Glück auch nicht kommen", begrüßt Wippler die Entscheidung. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks sieht seine Arbeit aber noch nicht getan: Die besonderen Gebührentatbestände für kleine Bäckereien mit wenigen Verkaufsstellen sind seit 2015 ausnahmslos gestrichen, was der Zentralverband als Fehlentscheidung wertet. "Es ist überfällig, gerade die kleinsten Handwerksbäckereien von den sehr hohen Kontrollgebühren zu entlasten. Denn ein Erhöhungsstopp ist trotzdem keine langfristige Erleichterung", so Wippler.

Der Zentralverband setzt sich seit Langem für eine Anpassung der Gebührenentwicklungen bei der Brotgewichtskontrolle ein. Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider erklärt: "Hätte die Bundesregierung die Gebührenerhöhung für Kleinbetriebe nicht zurückgenommen, hätten sich die Gebühren für kleine Handwerksbetriebe seit dem Jahr 2015 um über 400% erhöht. Zum Vergleich: Für industrielle Großhersteller hätte sich nur eine Gebührensteigerung von 200% ergeben." Das Gegenargument, die Betriebe können sich diese Gebühren sparen, wenn sie nicht gegen Gewichtsanforderungen verstoßen, weist er entschieden zurück: "Eine Bäckerei muss die Gebühren auch dann bezahlen, wenn kein Verstoß festgestellt wurde. Das ist ungefähr so, als müsste man nach einer Geschwindigkeitskontrolle bezahlen, auch wenn die Höchstgeschwindigkeit beachtet wurde." Der Verband setzt sich somit weiterhin für eine Reform des Eichrechts ein, das kleine Hersteller auch an anderen Stellen strukturell benachteiligt. Die neue Gebührenverordnung sei immerhin ein Teilerfolg.

Über den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Die deutschen Innungsbäcker werden seit 1948 durch den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. auf lokaler, regionaler, Bundes- sowie EU-Ebene vertreten. Als Spitzenverband des backenden Gewerbes in Deutschland vertritt der Zentralverband die Interessen von 11.347 Betrieben mit ca. 273.700 Beschäftigten in Bäckereien, Konditoreien, Familienbetrieben und Großbäckereien. Durch den engen Kontakt zum Gesetzgeber hat der Verband gemeinsam mit den Landesinnungsverbänden und den Bäckerinnungen die Möglichkeit, die Interessen seiner Mitglieder erfolgreich durchzusetzen. Durch seine Arbeit sichert der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. die Zukunft der deutschen Innungsbäcker, indem er auf die Politik zugeht und die Belange des Bäckerhandwerks vertritt. Bei der Vorbereitung neuer Gesetzesentwürfe, Verwaltungsanordnungen oder politischen Planungen steht der Zentralverband den Verantwortlichen beratend zur Seite und versorgt sie mit wertvollen Informationen. Auch die Förderung des Nachwuchses ist ein zentraler Punkt in der Verbandsarbeit. Mit Initiativen wie "Bäckman" oder "Back dir deine Zukunft" werden gezielt Kinder und Jugendliche über den Beruf des Bäckers informiert. Neben der Interessenvertretung seiner Mitgliedsunternehmen und der Nachwuchsförderung klärt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. über die Internetseite www.innungsbaecker.de auch Verbraucher rund um die Themen Brot, Backwaren und das Bäckerhandwerk auf. Ob Rezepte oder Artikel zur Brotkultur in Deutschland, hier werden der Innungsbäcker und die Kunst des Brotbackens in den Mittelpunkt gerückt. Der Zentralverband wird durch das Präsidium des Bäckerhandwerks mit Michael Wippler als Präsidenten sowie Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider vertreten.

Pressekontakt:

Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer 
Tel: (030) 20 64 55-0
Meike Bennewitz, Pressereferentin 
Tel: (030) 20 64 55-56

E-Mail: presse@baeckerhandwerk.de
Internet: www.baeckerhandwerk.de