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Gewerkschaft der Polizei

GdP zu Gewalt bei Fußballspielen - Politik verstummt, Polizei bleibt Feindbild

Berlin. Die Gewalt im Fußballgeschehen bleibt der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zufolge ein massives Problem. Tausende Polizistinnen und Polizisten müssen an jedem Spieltag an und in den Stadien für Sicherheit sorgen.

„Die Sportminister hatten letzte Woche die Chance zu zukunftsorientierten Beschlüssen. Leider blieb es wieder mal bei Lippenbekenntnissen. Es werden bei Fußballeinsätzen weiterhin massiv polizeiliche Ressourcen gebunden“, kritisiert der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Alexander Poitz. Benötigt würden neue Maßnahmenkonzepte im und am Stadion sowie auf der An- und Abreise der Fans, so der Gewerkschafter. „Die Hand der Polizei ist ausgestreckt. Meine Kolleginnen und Kollegen handeln stets professionell. Die derzeitige Gewaltspirale muss im Sinne aller beendet werden“, betont der GdP-Vize. Die hohe Belastung der Einsatzkräfte stehe in keinem Verhältnis zu einem grundsätzlich friedlichen Sportevent. Besonders wichtig sind Kooperationen und Kommunikation zwischen allen Beteiligten!“

Dazu gehörten neben den politischen Verantwortlichen unter anderem die Bundes- und Landespolizeien, die Vereine und Veranstalter, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie die Deutsche Fußball Liga (DFL). „Gleiches gilt für die Fanvertretungen, die Deutsche Bahn sowie die örtlichen Verkehrsunternehmen“, unterstreicht Poitz. Nur wenn sie alle zusammenarbeiten würden, könne Sicherheit in und um die Fußballarenen herum gelingen.

„Sinnvoll ist darüber hinaus moderne, auf Künstlicher Intelligenz basierende Technik, die die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten unterstützen und bei der Identifizierung von Täterinnen und Tätern helfen kann.“ Unterstützen würde ferner eine auf bundeseinheitlich abgestimmten Kriterien basierende und somit allerorten belastbare Definition von Hochrisiko-Spielen sowie Stadionverboten. „Kontraproduktiv sind gegenseitige Schuldzuweisungen und unverbindliche politische Gespräche ohne konkrete Entscheidungen und Beschlüsse.“

Horst Niens, Landesvorsitzender der GdP Hamburg, beim Polizeitag zum Thema „Gewalt bei Fußballspielen“: „Die Fußballverantwortlichen müssen sich klar von den kleinen, gewaltbereiten und gewaltsuchenden Teilen der Fanszene distanzieren sowie Gewalt und Hass gegenüber der Polizei verurteilen.“

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit über 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

Kontakt: gdp-pressestelle@gdp.de | 030-399921-113

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