Gewerkschaft der Polizei

GdP zu Rauschgiftlagebild 2017: GdP-Vize Schilff: Steigende Zahl der ermittelten Rauschgiftdelikte sind Beleg erfolgreicher Polizeiarbeit

Berlin/Hannover. Die seit Jahren steigende Zahl der festgestellten Rauschgiftdelikte in Deutschland bestätigt nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) den erfolgreichen Ermittlungsdruck der Polizei auf die Drogenszene. "Es spricht für die engagierte und professionelle Arbeit der Ermittler, dass im Vergleich zum Vorjahr neun Prozent mehr Straftaten in diesem Bereich festgestellt worden sind", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff am Mittwoch in Hannover anlässlich der Vorstellung des Bundeslagebildes Rauschgiftkriminalität des Bundeskriminalamtes.

Da es sich bei der Rauschgiftkriminalität um ein Kontrolldelikt handele, müsse die Polizei aktiv ermitteln, um Taten und Täter zu identifizieren, betonte der GdP-Vize, der zugleich GdP-Vorsitzender Niedersachsens ist. Das bedeute nicht unbedingt, dass der Drogenkonsum zunehme, sondern nur mehr Delikte ins Hellfeld gerückt werden.

Als besorgniserregend bezeichnete er den Umstand, dass Deutschland nach wie vor einen lukrativen Markt für Rauschgiftkriminelle darstelle. Angesichts der Verlagerung des Drogenhandels in schwer zu durchsuchende Bereiche des Internets sei es dringend erforderlich, qualifizierte IT-Spezialisten bei der Polizei einsetzen zu können, sagte Schilff und fügte hinzu: "Konsumenten müssen sich heute nicht mehr in irgendwelchen dunklen Ecken mit ihren Dealer treffen. Drogen können auch auf versteckten, virtuellen Marktplätzen im sogenannten Darknet gekauft werden."

Die GdP unterstütze die Absicht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, neben repressiven Maßnahmen noch stärker auf Prävention zu setzen. "Vor dem Hintergrund steigenden Konsums darf dies jedoch nicht nur Ankündigungsrhetorik bleiben, sondern muss von den politische Verantwortlichen verstärkt auch personell auf den Weg gebracht werden ", so Schilff.

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