Gewerkschaft der Polizei

8. GdP-Bundesseniorenkonferenz "Erfahrung gestaltet Zukunft" -- Brennpunkt Digitalisierung: GdP-Senioren warnen vor Ausgrenzen älterer Menschen

Potsdam. Lebensältere Menschen befürchten nach Auffassung der in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierten Ruhestandsbeamten und Tarifbeschäftigten durch die fortschreitende Digitalisierung des Alltags zunehmend ausgegrenzt zu werden. Auf ihrer am Dienstag endenden 8. GdP-Bundesseniorenkonferenz in Potsdam mahnten die 111 bundesweit angereisten Delegierten die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, Seniorinnen und Senioren entsprechende Angebote zum Erlangen von digitaler Kompetenz vorzuhalten beziehungsweise aufzulegen.

"Dazu gehört die Entwicklung von leicht nutzbarer Hard- und Software genauso wie intensive Bemühungen, die Nutzer-Hemmschwelle weniger computeraffiner Älterer zu senken", erklärte der GdP-Bundesseniorenvorsitzende Winfried Wahlig. Auch solle durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen Senioren die Angst vor Computer-Kriminalität genommen werden.

Wahlig: "Wir erwarten von der Industrie eine gewisse Sensibilität gegenüber älteren Menschen. Da müsste mehr Hard- wie Software entwickelt werden, die den motorischen und kognitiven Fähigkeiten von Senioren angepasst ist." Fakt sei zudem, dass eine erhebliche Zahl von Senioren nicht bereit sei, diese Entwicklung mitzugehen. "Auch für diese Menschen müssen zukünftig ausreichend analoge Möglichkeiten bereitstehen, um eine Abkoppelung vom digitalen Schnellzug auszuschließen", forderte der GdP-Seniorenchef.

Mit Kritik an den großen Fernsehsendern sparten die erfahrenen Gewerkschafter ebenso nicht. So führe die zunehmende Digitalisierung der Medienlandschaft dazu, dass wesentliche politische, kulturelle und gesellschaftliche Themenkomplexe beispielsweise in den sogenannten Hauptprogrammen von ARD und ZDF häufig nur noch als Stichworte aufgelistet würden. Zusätzliche Informationen würden nur auf den jeweiligen Internetangeboten bereitgestellt.

Wahlig: "Kluge Rahmenbedingungen und die gezielte Förderung von Senioren verbessern die digitalen Potenziale der Älteren. Nach aktuellen Zahlen des Internetanbieterverbandes BITCOM nutzen rund 40 Prozent der Senioren Computer oder Smartphone, besitzen entsprechende Grundkenntnisse und nutzen das Internet. Die Mehrheit jedoch nicht.

- - - - - 
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der
Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit rund
185.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet
der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

Herausgeber:
Gewerkschaft der Polizei, Bundesvorstand, Pressestelle

GdP-Pressestelle Bund
Stromstraße 4, 10555 Berlin
Telefon: (0 30) 39 99 21 (0) - 113/115/116/117
Mobil: GdP-Pressesprecher Rüdiger Holecek 0172 - 7 12 15 99; Michael Zielasko
0172 - 20 64 568; Wolfgang Schönwald 0152 - 271 364 52
Telefax: (0 30) 39 99 21 - 29113
Homepage: www.gdp.de
Twitter: @GdPPresse 



Weitere Meldungen: Gewerkschaft der Polizei

Das könnte Sie auch interessieren: