Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)

ots.Audio: Audio-Interview: VÖB-Präsident Brand über den Aufschwung, Bankenregulierung und die Reform der Einlagensicherung

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Frankfurt am Main (ots) - Jetzt im Interview: Christian Brand, Präsident des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands.

1. Herr Brand, welche Rolle spielen die öffentlichen Banken für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise? (O-Ton 1):

"Ich glaube, die Banken haben insgesamt sich sehr bewährt in der Krise und haben geholfen, dass wir keine Kreditklemme hatten. Die öffentlichen Banken haben ja einen großen Anteil in der Finanzierung von Unternehmen - Landesbanken knapp 25 Prozent - und es war die Stunde der Förderbanken, in der Krise mit Sonderkrediten zu helfen und ich glaube, das hat auch entscheidend dazu beigetragen, dass der Mittelstand jetzt wieder vor einer neuen Güte steht." (28 Sek.)

2. Wie beurteilen Sie die kontrovers diskutierten Regulierungsmaßnahmen im Bankensektor? Stichwort "Basel III" und "Bankenabgabe". (O-Ton 2):

"Also, ich glaube, es gibt überhaupt keine Kontroverse, dass es richtig ist, die Eigenkapitalausstattung der Banken zu stärken - und genau das sieht Basel III vor. Zusätzliche Steuern für Banken, ob es Bankenabgabe ist oder Finanzmarkt-Transaktionssteuer, finde ich schwierig, weil diese Gelder den Banken fehlen, um Eigenkapital bilden zu können. Und deswegen bin ich da sehr zurückhaltend." (26 Sek.)

3. Der Bundesrat hat dem Deutschen Bundestag empfohlen, die deutschen Förderbanken von einer Bankenabgabe auszunehmen. Warum fordern Sie das auch? (O-Ton 3):

"Also, ich finde es zentral richtig, das zu tun, weil ich ja den Mittelstand fördern möchte. Und dann eine Förderung zu besteuern - ich glaube, das macht einfach keinen Sinn." (11 Sek.)

4. Wie beurteilen Sie die von der EU-Kommission beabsichtigte grundlegende Reform der Einlagensicherungssysteme? (O-Ton 4):

"Ich habe viel Sympathie dafür, dass wir in Europa zusammenwachsen, und dazu gehört auch, dass die Einlagensicherungssysteme vereinheitlicht werden. Was ich aber nicht verstehe, und wofür ich kämpfe, dass das nicht passiert, ist dass unsere Kunden schlechter gestellt werden als sie bisher es sind. Ich möchte, dass die Institutssicherung beibehalten wird, ich möchte, dass eine Sicherung für Kunden nicht auf 100.000 Euro begrenzt ist. Da bitte ich die Politik, sich dafür einzusetzen." (31 Sek.)

Herr Brand, vielen Dank für das Interview.

Audio-Statement ist abrufbar unter: http://www.presseportal.de/pm/42234

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