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02.11.2005 – 16:36

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Nachrichten: Parteienforscher Franz Walter: Stoiber verlässt Berlin in Panik - „Politikerkarrieren oft von Neurosen geprägt“

    Stuttgart (ots)

Der Göttinger Parteienforscher Franz Walter glaubt, dass Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber schlicht Angst vor dem Amt des Wirtschaftsministers hatte. Zu Stoibers Rückzug nach München sagte er den Stuttgarter Nachrichten (Donnerstag): „Stoiber verlässt Berlin nahezu fluchtartig. Das ist bei ihm nicht Kalkül, das ist vermutlich sogar auch Panik. Stoiber hat in den letzten Monaten letztlich vor jeder Sache Angst gehabt.“ Im Grunde gehöre er zu dem „Typus Politiker, der nur gut ist in der Begrenzung seiner eigenen Provinz; dort fühlt er sich geborgen. Mit der Zentrale der Bundespolitik – früher Bonn, heute Berlin – hat er Probleme.“ Dies gelte auch für Oskar Lafontaine, Franz Josef Strauß und Johannes Rau. Stoiber gehe nicht nach München zurück als einer, der mächtiger geworden ist, so Walter.

    „Politikerkarrieren sind oft von Neurosen geprägt, die sich mit rationalen Kategorien wie Macht und Machterwerb nicht erklären lassen“, stellt Franz Walter fest: „Oft werden da eine Menge Minderwertigkeitsgefühle, auch soziale Benachteiligungen überkompensiert. Viele Politiker schleppen in ihrem tiefsten Inneren Ängste mit sich herum – nach außen kraftprotzig, aber wenn’s drauf ankommt: zaudernd.“

    Union und SPD hätten mit Stoiber und Müntefering zwei Erbhofbauern vom Hof gejagt. „Bisher waren die SPD-Jünger eher feige und wollten von den Altvorderen nach oben gehievt werden. Ihr Putsch war kein Kalkül“, so Walter weiter. Platzeck sei chancenreich als Repräsentant einer großen Koalition auf Länderebene, der wisse, wie es auf Bundesebene gehen kann. „Synchroner geht es kaum. Platzeck war ja schon als Kandidat für 2009 im Gespräch. Ihn zeichnet aus, dass er tatsächlich klug abwarten kann. Jetzt, wo alle anderen Personaloptionen verbrannt sind, ist er da – sei es aus politischem Instinkt oder einfach aus Glück.“

ots-Originaltext: Stuttgarter Nachrichten

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