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Welt-Hepatitis-Tag: Umfragen zeigen deutliche Wissenslücken bei Risiken, Symptomen und Testoptionen

Welt-Hepatitis-Tag: Umfragen zeigen deutliche Wissenslücken bei Risiken, Symptomen und Testoptionen
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München (ots)

  • Ansteckungswege und mögliche Folgen einer Hepatitis-B-Infektion sind vielen Befragten nicht bekannt [1],[2].
  • Unentdeckt und unbehandelt kann eine chronische Hepatitis B langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen [3].
  • Für 64 Prozent der Befragten wäre eine ärztliche Empfehlung die wichtigste Motivation für einen Hepatitis-B-Test [1].

In Deutschland verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI) ein anhaltend hohes Infektionsgeschehen: 2025 wurden der Behörde rund 17.500 Hepatitis-B-Fälle gemeldet [4]. Trotz dieser hohen Fallzahlen ist das Wissen über diese Infektion in der deutschen Bevölkerung lückenhaft: 76 % bewerten ihre Kenntnisse als sehr schlecht, schlecht oder weniger gut [1]. Das zeigen die Ergebnisse zweier von GSK initiierter Umfragen, die das Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt hat. Zudem unterschätzen viele Erwachsene mögliche Folgen einer chronischen Hepatitis-B-Infektion [2].

Für die repräsentative nationale Online-Befragung beleuchtete Ipsos die Kenntnisse und den Umgang bezüglich Hepatitis B von 1.000 Erwachsenen in Deutschland im Alter von 35 bis 85 Jahren [1]. Dabei wird deutlich: Neun von zehn Befragten haben sich noch nie oder nur selten Gedanken über eine mögliche Ansteckung mit dem Hepatitis-B-Virus gemacht, die große Mehrheit (81 %) hat sich noch nie auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen bzw. weiß nicht, ob sie getestet wurden. Ergänzend untersuchte eine zweite globale Online-Umfrage mit 1.059 deutschen Teilnehmenden von 18 bis 54 Jahren das Wissen über mögliche Spätfolgen einer chronischen Hepatitis B [2]. Nur 30 % der Befragten wussten, dass eine chronische Infektion unter anderem zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs zählt [5].

Schleichende Gefahr für die Leber

Eine Hepatitis B kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Bei 5-10 % der akuten Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus im Erwachsenenalter entwickelt sich eine chronische Hepatitis B. Bei einer Infektion zum Zeitpunkt der Geburt liegt das Risiko für die Entwicklung eines chronischen Verlaufs bei bis zu 90 % [6]. Weltweit leben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 240 Millionen Menschen mit dieser chronischen Form [7]. Die Infektion kann über Jahre hinweg oft ohne oder nur mit sehr unspezifischen Symptomen verlaufen und so lange unbemerkt bleiben. Dies erhöht das Risiko für langfristige Schäden an der Leber, wie zum Beispiel das Entstehen von Leberkrebs [5]. Laut der nationalen Umfrage können 77 % der Befragten keine konkreten Symptome einer Hepatitis B nennen. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind allerdings wichtig, um die Risiken für eine Leberzirrhose oder für Leberkrebs deutlich zu reduzieren [3].

Obwohl sexuelle Kontakte in Ländern wie Deutschland zu den häufigsten Übertragungswegen von Hepatitis B zählen [8], ist sich nur gut die Hälfte der Befragten (57 %) dieses Risikos bewusst [1]. Intravenöser Drogenkonsum, bei dem Utensilien geteilt werden, wird hingegen von 71 % als potenzieller Übertragungsweg genannt [1]. Erhebliche Wissenslücken zeigen sich hingegen bei der Übertragung während der Schwangerschaft oder Geburt: Nur 40 % der Teilnehmenden kennen diesen Infektionsweg [1] - obwohl er global gesehen sogar die Hauptursache für chronische Verläufe darstellt [9]. Ähnlich groß sind Unsicherheiten bei alltäglicheren Risiken, so ist nur 42 % der Befragten bekannt, dass auch ein nicht sachgemäßes, unhygienisches Vorgehen beim Tätowieren oder Piercen Risiken birgt [1].

Kostenübernahme von Tests kaum bekannt

Sowohl bei einem konkreten Risikokontakt als auch einmalig im Rahmen der regulären Gesundheitsuntersuchung ab 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen Hepatitis-B-Test. Doch dieses Angebot ist kaum bekannt: 65 % der Befragten wussten nicht, dass diese Testung Teil der Gesundheitsuntersuchung sein kann, und vier von zehn (43 %) war generell unbekannt, dass überhaupt Testoptionen existieren.

Als stärkster Hebel für die Aufklärung erweist sich das persönliche Arztgespräch: Für 64 % ist es die größte Motivation, sich testen zu lassen. Folgerichtig wünschen sich 65 % der Menschen verlässliche Informationen direkt in der Arztpraxis oder der Apotheke, gefolgt von öffentlichen Aufklärungskampagnen mit 28 % auf dem zweiten Platz [1].

Den effektivsten Schutz vor einer Infektion bietet die präventive Schutzimpfung gegen Hepatitis B. In der nationalen Erhebung gaben jedoch lediglich 40 % der Befragten an, geimpft zu sein. Als Hauptgründe für die fehlende Impfung nennen die Betroffenen eine bisher ausgebliebene Empfehlung durch ihren Arzt (45 %) sowie allgemeine Unsicherheit über die Notwendigkeit des Schutzes (34 %). Gerade bei Fragen zu individuellem Risiko, Testmöglichkeiten oder Impfstatus kann das Gespräch mit dem behandelnden Arzt eine wichtige Orientierung bieten. Die Ergebnisse zeigen weiterhin deutliche Wissenslücken zu Risiken, Testmöglichkeiten und Prävention bei Hepatitis B.

Über GSK

GSK ist ein globales Biopharma-Unternehmen, das Wissenschaft, Technologie und Talent vereint, um Krankheiten gemeinsam voraus zu sein. Weitere Informationen unter www.de.gsk.com.

[1] Ipsos Online-Umfrage zu Hepatitis B (n=1.000), November 2025

[2] Global Chronic Hepatitis B Awareness 2026 Survey, data on file

[3] European Association for the Study of the Liver (EASL). EASL Clinical Practice Guidelines on the management of hepatitis B virus infection. J Hepatol. 2025;83(2):502-583. doi:10.1016/j.jhep.2025.03.018

[4] Robert Koch-Institut (RKI): Epidemiologisches Bulletin 29/2026, 16. Juli 2026. DOI: 10.25646/13292

[5] Rumgay H, et al. Global burden of primary liver cancer in 2020 and predictions to 2040. J Hepatol. 2022;77(6):1598-1606. doi:10.1016/j.jhep.2022.08.021

[6] Jeng et al. Hepatitis B: A Review. JAMA. 2026 Jun 2;335(21):1879-1892

[7] WHO, Global hepatitis report 2026, April 2026

[8] Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologie von Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virusinfektionen in Deutschland im Jahr 2024. Epidemiologisches Bulletin. 2025;30:3-16. DOI: 10.25646/13292

[9] World Health Organization (WHO). (2026). Hepatitis B Key Facts. WHO Newsroom. Online unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/hepatitis-b (Stand: Juni 2026)

Pressekontakt:

Katharina Mayer
Corporate Communications Manager
Communications & Government Affairs
E-Mail: katharina.x.mayer[at]gsk.com

Steffen König
Agenturkontakt
Telefon: +49 69 91304352
E-Mail: skoenig[at]webershandwick.com

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