Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Vollbeschäftigung ab 2015 möglich
Trend zu flexiblen Arbeitszeitmodellen leistet Vollbeschäftigung Vorschub

Berlin (ots) - Ökonomen erwarten, dass Deutschland die Zwei-Millionen-Marke bei der Zahl der Arbeitslosen erreichen kann. Das ergab eine Experten-Umfrage der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Damit wäre Deutschland dem Ziel der Vollbeschäftigung sehr nahe.

Knapp die Hälfte der befragten Experten glaubt, dass die Zwei-Millionen-Marke spätestens im Jahr 2015 erreicht wird. Beinahe jeder Fünfte erwartet dies erst nach 2015. 30 Prozent halten eine Arbeitslosenzahl von zwei Millionen unter den aktuellen Rahmenbedingungen für prinzipiell nicht erreichbar.

"Die Umfrage zeigt: Die Bedingungen für einen hohen Beschäftigungsstand sind so gut wie lange nicht mehr. Jetzt gilt es die Gunst der Stunde zu nutzen und durch gezielte Maßnahmen und Reformen die Weichen auf Vollbeschäftigung zu stellen", erklärt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. Vor allem die Zahl der Langzeitarbeitslosen müsse dauerhaft reduziert werden, so Pellengahr.

Einig sind sich die Ökonomen darin, welche Trends dem Weg zur Vollbeschäftigung am meisten Vorschub leisten. Fast alle Ökonomen sehen in der Verbreitung flexibler Arbeitszeitmodelle eine "positive" oder "eher positive" Beschäftigungswirkung. Kein Experte erwartet hier negative Wirkungen. Auch die Wissensintensivierung wird in der Mehrheit der Fälle gut geheißen, um Vollbeschäftigung in Deutschland zu erreichen.

Als essentiell für einen dauerhaft hohen Beschäftigungsstand in Deutschland wird von den befragten Experten vor allem die verstärkte Qualifizierung der Gruppen mit unterdurchschnittlicher Erwerbstätigkeit angesehen. Dazu gehören beispielsweise Geringqualifizierte, Ältere, Migranten und Behinderte. Fast jeder zweite Befragte erachtet dies sogar als eine sehr relevante Bedingung. Daneben sorgen laut den Experten ein ausreichend hoher Lohnabstand sowie der Ausbau flexibler Beschäftigungsverhältnisse für eine dauerhaft hohe Erwerbstätigkeit in Deutschland. Jeweils gut zwei Drittel bewerten diese Bedingungen als "wesentlich" oder "sehr wesentlich".

Für das Expertenvotum der IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, haben 75 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten zwischen dem 22. März 2011 und dem 5. April an einer Online-Befragung teilgenommen.

Mehr Informationen im Internet unter http://www.deutschland-check.de

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

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