Alle Storys
Folgen
Keine Story von DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation mehr verpassen.

DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation

Von Mensch zu Mensch: Organspende ist eine Entscheidung für das Leben

Neu-Isenburg/Essen (ots)

Unter dem Motto "Von Mensch zu Mensch -
Hoffnung durch Organspende" wurde am heutigen bundesweiten Tag der
Organspende in einem ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Essen den
Menschen gedankt, die ihre Organe nach ihrem Tod gespendet haben.
Gleichzeitig riefen Vertreter der großen Kirchen, der Politik, der
Selbsthilfeverbände und Experten bundesweit zur Auseinandersetzung
mit dem Thema Organspende auf. In Deutschland warten derzeit rund
11.500 Menschen auf eine dringend erforderliche und oftmals
lebensrettende Transplantation.
Die Auftaktveranstaltung in Essen zum heutigen Tag der Organspende
stand im Zeichen der Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die nach
ihrem Tod ihre Organe gespendet haben. "Lasst uns beten für die
Verstorbenen, deren Organe es anderen möglich gemacht haben, zu
überleben und zu neuer Lebensfreude zu gelangen", so lautete die
erste Fürbitte im ökumenischen Dankgottesdienst im Dom zu Essen.
Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Arbeit, Gesundheit
und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef-Laumann,
sowie des Weihbischofs Franz Vorrath, Bistum Essen, und Präses
Nikolaus Schneider, Evangelische Kirche im Rheinland, organisierten
drei Selbsthilfeverbände - der Bundesverband der
Organtransplantierten e.V., die Selbsthilfe Lebertransplantierter
Deutschland e.V. und der Bundesverband Niere e.V. - in diesem Jahr
gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) eine
bundesweite Auftaktveranstaltung zum Tag der Organspende.
Deutliche Appelle wurden von allen Beteiligten auch an die
Bevölkerung in Deutschland gerichtet. Gemeinsame Botschaft aller
Vertreter war: "Jeder Mensch sollte sich zu Lebzeiten mit dem Thema
Organspende beschäftigen und eine Entscheidung hierzu treffen."
Organspende nach dem eigenen Tod sei eine Entscheidung für das Leben
eines anderen Menschen.
Aktuelle Statements anlässlich des Tages der Organspende von 
   Vertretern der Selbsthilfeverbände, der Politik, der Kirche und  
   der DSO:
Monika Kracht, Vorsitzende des Bundesverbandes der
   Organtransplantierten e.V.
"Welchen Segen die Organspende für die Organempfänger,
insbesondere für Kinder, darstellt, erleben wir immer wieder in
unserer Arbeit als Selbsthilfeverband für Transplantationsbetroffene.
Zudem darf ich jeden Tag das Wunder der Organspende durch meine
Tochter erleben, die 1987 lebertransplantiert wurde. Die Dankbarkeit
für dieses große Geschenk gibt mir die Kraft, mich immer wieder für
die Organspende und die Betroffenen einzusetzen. Ich wünsche mir,
dass die Verantwortlichen in den Bundesländern als Gesetzgeber die
Kraft finden, positive Rahmenbedingungen für die Organspende zu
schaffen."
Jutta Riemer, Vorsitzende der Selbsthilfe Lebertransplantierter
   Deutschland e.V.
"Im Rahmen der ehrenamtlichen Arbeit erleben wir die Freude der
erfolgreich transplantierten Menschen, aber auch das Leid derjenigen,
die sehr lange - manchmal zu lange - auf das rettende Organ warten
müssen. Am heutigen Tag steht unser Dank an die Organspender und
deren Angehörige im Vordergrund. Um die Last der Entscheidung von den
Familien der Organspender zu nehmen, wünsche ich allen Menschen den
Mut, sich mit dem Thema Organspende - und Transplantation - zu
Lebzeiten zu befassen, eine Entscheidung zu treffen und diese im
Organspendeausweis festzuhalten. "
Christian Frenzel, Geschäftsführer Bundesverband Niere e.V.:
"Aufklärung über Organspende ist nach wie vor bitter notwendig,
und die Gesellschaft darf den Organmangel nicht ignorieren. Die
großartigen medizinischen Möglichkeiten der Organtransplantationen
können nur dann allen Betroffenen zugänglich gemacht werden, wenn die
Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung deutlich zunimmt."
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales 
   des Landes Nordrhein-Westfalen
"Sprechen Sie sich für eine Organspende nach Ihrem Tod oder nach
dem Tod eines Angehörigen aus. Organspende ist ein Ausdruck gelebter
Solidarität und christlicher Nächstenliebe."
Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland
"Ich habe die Schirmherrschaft für diesen Tag der Organspende
übernommen, weil ich selber seit vielen Jahren mit Überzeugung einen
Organspendeausweis besitze. Möge die Veranstaltung dazu beitragen,
dass viele Menschen davon überzeugt werden, selber Organspender zu
werden."
Weihbischof Franz Vorrath, Bistum Essen
"Wir setzen uns ökumenisch gemeinsam dafür ein, dass die
Bereitschaft zur Organspende wächst und gestärkt wird. Es ist mir
deswegen ein großes Anliegen, durch Übernahme der Schirmherrschaft
einen Beitrag für einen vertieften und gewissenhaften Diskurs über
diese Fragestellungen zu unterstützen und zu fördern."
Professor Dr. Günter Kirste, Vorstand der Deutschen Stiftung
   Organtransplantation:
"Wir brauchen eine deutliche Klimaveränderung in Deutschland zur
Organspende: Zum einen sollte jeder zu Lebzeiten eine zustimmende
Entscheidung zur Organspende treffen. Zum anderen müssen alle
Krankenhäuser in Deutschland die Organspende als einen
selbstverständlichen Teil ihres Versorgungsauftrages annehmen und
entsprechend umsetzen. Dann werden wir Schritt für Schritt den
Organmangel in Deutschland abbauen."
Dr. med. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region
   Nordrhein-Westfalen
"Dass die bundesweite Auftaktveranstaltung zum Tag der Organspende
im Bundesland Nordrhein-Westfalen stattfindet, ist für mich Freude
und Motivation zugleich. Nach langer Zeit ist es uns im letzten Jahr
gelungen, die Organspendezahlen in NRW um 25 Prozent zu steigern.
Gemeinsam mit unseren Partnern in der Politik und im Gesundheitswesen
wollen wir diesen erfolgreichen Weg weitergehen."

Pressekontakt:

Ilja Stracke, Bereichsleiterin Kommunikation
Claudia Hagel, Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation, Emil von Behring-Passage,
63263 Neu-Isenburg,
Tel.: 06102/3008-396 oder -314, Fax: 06102/3008-188,
E-Mail: presse@dso.de, Homepage: www.dso.de

Digitales Bildmaterial von der Veranstaltung kann ab 3. Juni 2006,
16.00 Uhr, von der DSO-Webseite heruntergeladen werden: www.dso.de
und dort unter Presseservice.

Original-Content von: DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation
Weitere Storys: DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation