ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Tarifeinigung beim NDR: Die vier größten ARD-Anstalten ebnen Weg für weitere Tarifabschlüsse beim öffentlichen-rechtlichen Rundfunk
Tarifeinigung beim NDR: Die vier größten ARD-Anstalten ebnen Weg für weitere Tarifabschlüsse beim öffentlichen-rechtlichen Rundfunk
Mit dem Tarifabschluss beim NDR hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit dem Deutschen Journalisten Verband (DJV) und der unisono - Deutsche Musik- und Orchestervereinigung e. V. nunmehr Tarifeinigungen in den größten vier Anstalten der ARD erzielt: Erst beim Südwest Rundfunk (SWR), dann beim Bayrischen (BR) und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und heute auch beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).
„Ohne die intensiven Warnstreiks der Beschäftigten wäre das nicht möglich gewesen“, erklärt Björn Siebke, ver.di-Gewerkschaftssekretär und Co-Verhandlungsführer. „Sie haben mit großer Beteiligung und Ausdauer an insgesamt zehn Warnstreiktagen deutlich gemacht, dass sie für ihre berechtigten Forderungen einstehen. Dieser Druck hat entscheidend dazu beigetragen, dass am Ende ein tragfähiges Ergebnis erreicht werden konnte.“
Seit Ende Januar hatten die Gewerkschaften mit den Rundfunkanstalten über eine Erhöhung der Entgelte verhandelt. Sie konnten dabei für Festangestellte, arbeitnehmerähnliche Freie und auch für Auszubildende Verbesserungen bei Gehältern und Honoraren durchsetzen. In den bisher vier abgeschlossenen Tarifrunden konnten Steigerungen von bis zu 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 35 Monaten erreicht werden.
Die Tarifrunde fand vor dem Hintergrund der Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und erheblicher politischer und finanzieller Unsicherheiten statt. Im Mittelpunkt standen dennoch die berechtigten Interessen der Beschäftigten: Die vereinbarten Entgelterhöhungen sollen die gestiegenen Lebenshaltungskosten insbesondere für diejenigen in den unteren Vergütungsgruppen abfedern und einen Beitrag zum Ausgleich der inflationsbedingten Belastungen leisten. „Die Ergebnisse bei den vier Rundfunkanstalten zeigen, dass auch in schwierigen politischen und finanziellen Zeiten Tarifeinigungen möglich sind“, so Andreas Michelbrink, ver.di-Tarifkoordinator für die Verhandlungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR).
In den kommenden Wochen stehen weitere Tarifverhandlungen mit den anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Länder an. „Die vier Größten haben den Weg für weitere Abschlüsse geebnet“, so Michelbrink.
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