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Medien-Info: Tarifrunde Seehäfen: Beschäftigte lehnen Angebot der Arbeitgeber mit großer Mehrheit ab – neuer Verhandlungstermin gefordert

Tarifrunde Seehäfen: Beschäftigte lehnen Angebot der Arbeitgeber mit großer Mehrheit ab – neuer Verhandlungstermin gefordert

In der Tarifrunde für die deutschen Seehäfen haben die Beschäftigten nach einer intensiven Befragung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein klares Votum abgegeben: Sie lehnen das von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot ab. An der knapp einwöchigen Rückkopplungsrunde, die am Montag (31. August 2026) endete, hatten über 6.000 Beschäftigte teilgenommen. Eine breite Mehrheit von ihnen sprach sich gegen die Annahme des Angebots des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) aus. Die ver.di-Bundestarifkommission entschied gestern Abend auf dieser Grundlage. „Die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen sind eindeutig: Das Angebot reicht nicht aus“, sagte Sylvi Krisch, ver.di-Verhandlungsführerin gemeinsam mit Francisca Bier. „Jetzt muss es zurück an den Verhandlungstisch gehen für ein Ergebnis, das den Interessen der Beschäftigten gerecht wird.“

Der ZDS hatte für die rund 11.000 Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven Lohnerhöhungen von 5,1 Prozent, rückwirkend ab dem 1. August 2026, angeboten, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 18 Monaten. Zudem soll es eine Mindesterhöhung von 1,20 Euro pro Stunde geben. ver.di fordert eine Erhöhung der Stundenlöhne von 8,2 Prozent, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten.

Noch gibt es keinen vierten Verhandlungstermin. „Wir wollen weiter verhandeln“, erklärte Gewerkschafterin Krisch. Gleichwohl seien Warnstreiks nicht ausgeschlossen.

Für Rückfragen:

ver.di-Verhandlungsführerinnen Sylvi Krisch (0171.765.82.96) und Francisca Bier (0151.144.979.42)

V.i.S.d.P.

Richard Rother 
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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