Botschafter Makeiev besucht action medeor
Tönisvorst (ots)
In diesen Tagen besuchten der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksii Makeiev, und Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und Honorarkonsul der Ukraine, das Medikamentenhilfswerk action medeor, um sich ein eigenes Bild von den Aktivitäten der dortigen Ukraine-Nothilfe zu machen. Bei einer Führung durch das Medikamentenlager in Tönisvorst informierte action-medeor-Präsident Siegfried Thomaßen die Gäste über die Organisation der fast 400 Hilfslieferungen, die man seit Februar 2022 in die Ukraine gesendet hat. Für die "Notapotheke der Welt", wie action medeor auch genannt wird, ist der Hilfseinsatz in der Ukraine der größte seit Bestehen des Hilfswerks.
Makeiev und Steinmetz erfuhren von Thomaßen imposante Zahlen: Mehr als 1.160 Tonnen Hilfsgüter in einem Wert von rund 16,5 Millionen Euro hat action medeor seit 2022 in die Ukraine gebracht und rund 200 Gesundheitseinrichtungen im Land damit beliefert. Neben dringend benötigten Medikamenten gingen dabei auch mobile Ultraschall- und Röntgengeräte und sogar ganze Krankenwagen von Tönisvorst auf die Reise in die Ukraine. Zusätzlich hat das Hilfswerk mit seinen humanitären Projekten vor allem im Süden des Landes mehrere hunderttausend Menschen mit Medikamenten, Winterhilfe, Trinkwasser und psychologischer Hilfe unterstützt. Und diese Hilfe wird demnächst noch ausgeweitet: Zusammen mit den Johannitern hat action medeor ein weiteres großes Projekt gestartet, mit dem die Gesundheitsversorgung in der Ukraine weiter gestärkt werden soll. Das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt erreicht insgesamt rund 160.000 Menschen im ganzen Land, vor allem aber in frontnahen Gebieten.
Nach seinem Besuch bei action medeor zeigte sich Botschafter Makeiev beeindruckt: "Was hier für die Menschen in meinem Heimatland geleistet wird, begeistert mich. Dafür möchte ich mich bei action medeor mit seinen Mitarbeitenden, aber auch bei allen Menschen, die diese Arbeit mit ihren Spenden möglich machen, auch im Namen meiner Landsleute bedanken", erklärte der Botschafter. "Diese Form der Hilfe und Solidarität ist für die Ukrainerinnen und Ukrainer überlebenswichtig."
Jürgen Steinmetz ergänzte: "Damals, nach Kriegsausbruch, haben wir uns sofort Gedanken gemacht, wie wir als Wirtschaft den Menschen und den Unternehmen in der Ukraine und hierzulande helfen können. Wir haben vielfältige Kontakte geknüpft und Formate zur Unterstützung erarbeitet", sagte Steinmetz. "Es geht auch darum, die Wirtschaftsbeziehungen zu fördern und den Wiederaufbau zu begleiten.
Für action medeor war der Besuch des Botschafters eine große Ehre, wie Präsident Siegfried Thomaßen betonte: "Wir sehen es als große Wertschätzung, dass Botschafter Makeiev unser Hilfswerk besucht und so viel Interesse für unsere Arbeit gezeigt hat. Gleichzeitig haben wir erfahren, dass unsere Hilfe in der Ukraine auch in Zukunft dringend gebraucht wird. Deswegen leistet action medeor auch weiterhin seinen Beitrag, um den Zugang zu Medikamenten und Gesundheitsleistungen für die Menschen in der Ukraine sicherzustellen."
Wer die Arbeit von action medeor unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun. Spenden sind online unter www.medeor.de möglich, dort kann man auch seine Adresse für eine Spendenquittung hinterlassen. Klassisch geht es über IBAN DE78 3205 0000 0000 0099 93 bei der Sparkasse Krefeld, Spendenstichwort: "Nothilfe weltweit".
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Dr. Markus Bremers
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