ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Vodafone: ver.di kritisiert Kündigung branchenüblicher Tarifverträge scharf
Vodafone: ver.di kritisiert Kündigung branchenüblicher Tarifverträge scharf
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die von Vodafone begonnene Tarifflucht aus den branchenüblichen ver.di-Tarifverträgen scharf. „Das ist ein unglaublicher und zutiefst unsozialer Vorgang. Die mit ver.di vereinbarten Tarifverträge bilden das für die Telekommunikationsbranche übliche Tarifniveau ab. Durch deren Kündigung will sich der Vodafone-Konzern offensichtlich Wettbewerbsvorteile auf Kosten der Beschäftigten verschaffen“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen. „Als Gewerkschaft, die neben unseren Mitgliedern bei Vodafone die Beschäftigten nahezu aller Telekommunikationsunternehmen in Deutschland repräsentiert, werden wir unsere branchenüblichen Tarifverträge bei Vodafone verteidigen.“
Zum Hintergrund: Bereits seit Ende des letzten Jahres schwelt ein Konflikt zur Geltung und Anwendung der ver.di-Tarifverträge innerhalb des Vodafone-Konzerns. Vorausgegangen war die Verschmelzung der bisherigen Vodafone Deutschland GmbH auf die Vodafone GmbH im November 2025. In diesem Zusammenhang hatte Vodafone die in diesem Konzernteil gültigen ver.di-Tarifverträge aufgekündigt und bestreitet deren Fortgeltung. Ende Juni hat Vodafone nun auch alle ver.di-Tarifverträge für die Vodafone West GmbH gekündigt. Damit versucht der Konzern, sich komplett von den ver.di-Tarifverträgen zu verabschieden, die ein branchenübliches Tarifniveau sichern.
„Alle bisherigen Versuche, sich mit dem Konzern zu dem seit November 2025 schwelenden Konflikt zu verständigen, sind bislang gescheitert“, so Schmitz-Dethlefsen weiter. Deshalb sind mittlerweile auch erste rechtliche Auseinandersetzungen zur Anwendung der ver.di-Tarifverträge unvermeidlich. „Wer glauben sollte, wir würden unsere branchenüblichen Tarifverträge aufgeben, irrt gewaltig. Wir werden uns diesem Konflikt mit aller Konsequenz stellen – und zwar auf allen Ebenen.“
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