ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Tarifrunde IBM: ver.di fordert abschlussfähiges Angebot der Arbeitgeber
Tarifrunde IBM: ver.di fordert abschlussfähiges Angebot der Arbeitgeber
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert vor der am Mittwoch und Donnerstag (15./16. April 2026) angesetzten vierten Tarifverhandlungsrunde für die bundesweit rund 5.000 Tarifbeschäftigten bei IBM in Deutschland die Arbeitgeber auf, ein abschlussfähiges Angebot vorzulegen. „Das zuletzt Anfang April vorgelegte Angebot, das für die Beschäftigten je nach Einstufung lediglich eine Mindestabsicherung von zehn bis 20 Euro monatlich mehr vorsieht, war wenig substanziell. Damit droht den Beschäftigten ein deutlicher Reallohnverlust“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Dorothea Katharina Ritter. „Es liegen keinerlei finanziellen oder wirtschaftlichen Gründe vor, die es IBM verunmöglichen, die Reallöhne der Beschäftigten abzusichern – zumal das Unternehmen große Auftragnehmerin der öffentlichen Hand ist und hier weiter expandieren will.“ In den Jahren 2024 und 2025 habe IBM in Deutschland überdurchschnittlich gut performt, obwohl der Konzern die Größe der Belegschaft in den vergangenen Jahren stetig reduziert habe.
Zudem widerspreche die von IBM angestrebte maximale Flexibilisierung in der Gehaltsentwicklung, frei nach Gutdünken des Managements, grundlegend der Regelungsfunktion von Tarifverträgen, so Ritter weiter. „Deren Aufgabe ist es, Transparenz, Überprüfbarkeit, Einklagbarkeit und vor allem die Einhaltung des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sicherzustellen. Wir erwarten von IBM ein abschlussfähiges Angebot in der nächsten Verhandlungsrunde.“
ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Tabellenentgelte um fünf Prozent sowie eine Mindesterhöhung für alle tariflichen Grundgehälter in Höhe eines Inflationsschutzes sowie eine faire Partizipation von Beschäftigten in Elternzeit. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro monatlich steigen und die Vergütungen für dual Studierende um fünf Prozent. Zudem soll es eine ver.di-Mitgliederkomponente in Form eines zusätzlichen Urlaubstages geben.
ver.di und IBM verhandeln für rund 5.000 IBM-Tarifbeschäftigte in den tarifgebundenen Konzerngesellschaften in Deutschland (IBM Deutschland GmbH, IBM Deutschland Research & Development GmbH, IBM Deutschland Financial Market Services GmbH). Die aktuellen Gehaltstarifverträge hat ver.di zum 30. April 206 gekündigt.
Für Rückfragen:
Dorothea Katharina Ritter (ver.di-Verhandlungsführerin),0151.267.727.31
V.i.S.d.P.
Richard Rother ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011, -1012 E-Mail: pressestelle@verdi.de www.verdi.de/presse