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Experten-Symposium im Dialog: Mehr Selbstständigkeit durch innovative Versorgungskonzepte

Experten-Symposium im Dialog: Mehr Selbstständigkeit durch innovative Versorgungskonzepte
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Experten-Symposium im Dialog: Mehr Selbstständigkeit durch innovative Versorgungskonzepte.

Aktuelle Studien und Praxisbeispiele geben Einblicke in neue Ansätze der Rehabilitation bei neurologischen Beeinträchtigungen der unteren Extremitäten.

Dienstag, 7. Juli 2026

Ein Online-Symposium zum Thema Neuromobilität am 16. Juni 2026 lieferte neuste Einblicke in die klinische Evidenz sowie den Einsatz von Technologien wie dem C-Brace bei Menschen mit neurologisch bedingten Beeinträchtigungen der unteren Extremität, wie zum Beispiel Beinlähmungen.

Moderiert von Dr. Andreas Hahn (Corporate Vice President Clinical Research and Services, Otto Bock Healthcare Products GmbH, Wien, Österreich) diskutierten die ExpertInnen über die positiven Wechselwirkungen zwischen evidenzbasierter Forschung und den eindrucksvollen Behandlungsergebnissen der Patientenbeispiele.

„Die klinischen Daten und die Erfahrungen aus der Praxis zeigen eindrucksvoll, dass verbesserte Mobilität weit über das Gehen hinausgeht. Wenn Menschen, dank der Wiederherstellung ihrer Beinfunktion, auf Gehhilfen verzichten können, gewinnen sie bildlich gesprochen einen Arm zurück: Sie haben ihre Hände wieder frei und können viele alltägliche Aufgaben selbstständig bewältigen. Damit gewinnen sie nicht nur funktionelle Unabhängigkeit zurück, sondern auch mehr Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität“, so Dr. Andreas Hahn. Weiter betonte er die Wichtigkeit einer patientenzentrierten Versorgung, die für jede Patientin und Patienten die individuell bestmögliche Lösung identifiziert.

Neurorehabilitative Technologien: Von mechanischer Unterstützung zur funktionalen Neuromodulation.

Dr. Alessandro Specchia (Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Abteilung für Rückenmarksrehabilitation, Villa Beretta, Valduce Hospital, Italien) gab einen Überblick über aktuelle Technologien und deren Rolle in der Neurorehabilitation. Im Fokus standen innovative Therapieansätze, darunter die funktionelle Elektrostimulation (FES), die Rückenmarkstimulation sowie robotergestützte Rehabilitationssysteme.

Diese Technologien werden häufig aus einer biomechanischen Perspektive betrachtet. Nach Dr. Specchia reicht ihr Nutzen jedoch weit über die reine mechanische Unterstützung hinaus. Er bezeichnete sie als Instrumente der funktionellen Neuromodulation, die neuronale Plastizität fördern und die Wiederherstellung von Funktionen unterstützen können.

Anhand klinischer Fallbeispiele zeigte Dr. Specchia auf, wie neurorehabilitative Technologien die Erholungsprozesse unterstützen und dadurch zu langfristigen funktionellen Verbesserungen sowie mehr Selbstständigkeit im Alltag beitragen können.

Praxisbeispiele belegen lebensverändernden Nutzen des C-Brace.

Chantal Engel (Senior Orthopädietechnikerin, Livit Ottobock Care, Eindhoven, Niederlande) lieferte Einblicke in die praktische Versorgung mit C-Brace. Anhand von drei Patientenbeispielen zeigte sie, wie diese Technologie Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität von Menschen mit schweren Beeinträchtigungen der unteren Extremitäten nachhaltig verbessern kann.

Besonders eindrucksvoll war der Fall von Linda: Dank des C-Brace konnte sie ihre Abhängigkeit von Rollstuhl und Unterarmgehstützen überwinden und wieder selbstständig gehen, Rad fahren und tanzen. Über alle drei Fallbeispiele hinweg berichtete Engel von funktionellen Verbesserungen und einer deutliche höheren Patientenzufriedenheit.

Auf die Frage, ob das C-Brace für jeden Patienten bzw. jede Patientin die optimale Lösung darstellt, antwortete Engel eindeutig mit „Nein.“ Entscheidend sei eine individuelle Beurteilung. Als wertvolles klinisches Instrument zur Einschätzung des potenziellen individuellen Nutzens nannte sie die „Diagnostic Test Orthosis“ (DTO). Zudem sprach sie sich für die systematische Dokumentation von Behandlungsergebnissen aus mithilfe funktioneller Analysen und Videoaufzeichnungen. Diese ermöglichen, den Versorgungerfolg nachvollziehbar darzustellen und weitere Potenziale zur Verbesserung der Lebenssituation von PatientInnen zu identifizieren.

Engels zentrale Botschaft: „Werfen Sie einen genaueren Blick auf das C-Brace – es könnte alles verändern.“

Klinische Evidenz aus einer randomisierten Studie zum C-Brace trägt zu einem breiteren Zugang in der Versorgung bei.

Prof. François Genêt, MD, PhD (Leiter der Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation am Hôpital Raymond Poincaré in Garches, Frankreich) präsentierte die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten randomisierten Cross-over-Studie zum C-Brace. Ziel der Untersuchung war es, den Einfluss der Versorgung auf funktionelle Einschränkungen, die Bewältigung von Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) sowie die Lebensqualität von Menschen mit neurologisch bedingten Beeinträchtigungen der unteren Extremitäten darzustellen.

Die Studienergebnisse zeigten einen deutlichen Nutzen des C-Brace für diese Patientengruppe. Bereits nach zweimonatiger Anwendung wurde eine signifikante Verbesserung der Mobilität im Außenbereich festgestellt. Gleichzeitig berichteten die Teilnehmenden über eine signifikante Steigerung ihrer Lebensqualität. Zudem konnten sie mit dem C-Brace stärker an ADLs teilnehmen. Prof. Genêt wies darauf hin, dass die Teilnehmenden – insbesondere bei Aktivitäten im Außenbereich –seltener auf Gehhilfen angewiesen waren.

Zum Abschluss berichtete Prof. Genêt, dass die Studienergebnisse maßgeblich dazu beitrugen, die Kostenerstattung für das C-Brace in Frankreich zu erreichen. Damit leistete die Studie nicht nur einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Orthesenversorgung. Sie zeigt auch, wie belastbare klinische Daten einen breiteren Zugang zu innovativen Rehabilitations- und Versorgungstechnologien ermöglichen können.

Um die Aufzeichnung des Symposiums anzusehen, registrieren Sie sich bitte über diesen Link: Advances in NeuroMobility - Clinical and Patient Insights on C-Brace and Neurorehabilitation. Nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie in der Bestätigungs-E-Mail den Link zur Aufzeichnung. Diese ist bis 30. September 2026 verfügbar.

Über Ottobock
Der börsennotierte, globale MedTech-Champion Ottobock vereint über 100-jährige Tradition mit herausragender Innovationskraft in den Bereichen Prothetik, Neuro-Orthetik und Exoskelette. Ottobock entwickelt innovative Versorgungslösungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und treibt die Digitalisierung der Branche voran. Gegründet 1919 in Berlin, ist das Unternehmen mit fast 9.300 Mitarbeitenden (Vollzeitkräften) heute mit seinem Geschäft in 45 Ländern aktiv und betreibt das größte internationale Patientenversorgungsnetzwerk mit rund 420 Patientenversorgungszentren weltweit. Mit einer starken F&E-Quote im Produkt- und Komponentengeschäft und mehr als 2.600 Patenten und Patentanmeldungen prägt Ottobock die Human Bionics-Landschaft der Zukunft. Die Mission, die Bewegungsfreiheit, Lebensqualität und Unabhängigkeit von Menschen zu verbessern, ist tief in der DNA des Unternehmens verwurzelt – wie auch sein gesellschaftliches Engagement: Seit 1988 ist Ottobock Partner und Unterstützer der Paralympischen Spiele.  
Nadine Winter
Public Relations Managerin
Corporate Communications
Ottobock SE & Co. KGaA
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Telefon +49 1511 888 3507
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 www.ottobock.com
Impressum
Ottobock SE & Co. KGaA, Firmensitz: Duderstadt, Deutschland, Handelsregister & -nummer: Amtsgericht Göttingen, HRB 205339; phG: Ottobock Management SE, Firmensitz: Duderstadt, Deutschland, Handelsregister & -nummer: Amtsgericht Göttingen, HRB 205183;
Vorsitzender des Verwaltungsrats: Professor Hans Georg Näder; Geschäftsführende Direktoren: Oliver Jakobi (CEO/CSO), Dr. Arne Kreitz (CFO), Martin Böhm (CXO), Arne Jörn (COO/CTO); Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ottobock SE & Co. KGaA: Dr. Bernd Bohr