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Rheinische Post: Teure Gesundheit - Von ALEXANDER VON GERSDORFF

Düsseldorf (ots)

Bei der Gesundheitsreform droht die große
Koalition denselben Fehler zu machen wie gerade erst beim 
Bundeshaushalt: Statt alle Sparpotenziale auszuschöpfen, wird der Weg
des geringsten Widerstands gegangen, also derjenige der Erhöhung der 
Einnahmen. Was dem Haushalt seine Mehrwertsteuererhöhung ist, soll 
der Gesundheit ihr Fondsmodell werden: Ein Füllhorn mit Unternehmen, 
Versicherten, Patienten und Steuerzahlern - letzte drei Gruppen oft 
in einer Person - als immerzu sprudelnden Geldquellen. Oben drauf 
sollen die Versicherten noch eine Kassen-individuelle Prämie zahlen. 
Und weil das immer noch nicht reicht, ist von einem "Umbau" der 
privaten Krankenversicherung die Rede. Hierbei geht es nicht etwa 
darum, das Gesundheitssystem effizienter zu machen, sondern allein um
die Suche nach weiteren Einnahmequellen.
Nur von verstärkten Sparanreizen bei Ärzten, Kassen, Apotheken, 
Pharmawirtschaft und Patienten ist bislang erstaunlich wenig die 
Rede. Wer so an eine Reform herangeht, muss sich nicht wundern, dass 
es für Deutschland auch nach der Reform bei einem der teuersten 
Gesundheitssysteme der Welt bleiben wird - ohne dass die Bundesbürger
erkennbar gesünder wären als die Menschen anderswo.

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Telefon: (0211) 505-2303

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