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Rheinische Post: Hinein in die City

    Düsseldorf (ots) - Von Detlev Hüwel

    Das Pendel ist längst umgeschlagen. In Nordrhein-Westfalen haben die meisten Städte erkennen müssen, dass es ein Fehler war, immer mehr Supermärkte und Discounter "auf der grünen Wiese" anzusiedeln. Nach den Folgen muss man inzwischen nicht mehr lange suchen: Vielen Innenstädten droht die Verödung. Immer mehr Ladenraum steht leer; in den Fußgängerzonen "blüht" eine Monokultur von Textilien und Schuhen. Dem will die Landesregierung jetzt entgegenwirken. Vor allem Lebensmittel-Riesen soll die Ansiedlung außerhalb der Innenstädte weitgehend verwehrt werden. Sie sollen sich - vorausgesetzt, es gibt genügend Platz - stattdessen in der City niederlassen. Aus Sicht der Konsumenten, die bislang gern mit dem Auto bis vor die Ladentür fahren, mag das nicht unbedingt ein Fortschritt sein. Blutleere Innenstädte aber können auch nicht im Interesse des Bürgers sein. Deshalb ist es richtig, umzudenken. Das eine tun, bedeutet ja nicht, anderes zu lassen. Es kommt auf einen vernünftigen Angebotsmix an. Freilich rächt es sich jetzt, dass NRW früher alles daran gesetzt hat, die Autofahrt in die Innenstadt zu verleiden. Auch hier werden sich etliche Kommunen etwas Neues einfallen lassen müssen.

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