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Rheinische Post: Die Gefahr wächst

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Teheran nimmt die Uran-Anreicherung auf. Das zielt auf Konfrontation, denn dies in Russland zu tun, lehnen die Mullahs ab. Sanktionen der Uno schrecken sie nicht ab. Man will verhandeln, aber nicht über die Anreicherung. Da kommt der Streit um die Mohammed-Karikaturen gerade recht. Massen lassen sich leicht mobilisieren gegen den Westen und die Ungläubigen. Da brennt auch eine deutsche Flagge, Kanzlerin Angela Merkel hatte Teheran am Wochenende scharf kritisiert. Der Atomstreit eskaliert parallel zum Bilderstreit. Die Gefahr wächst. Irans Kritiker können das Atom-Programm nicht verhindern, denn Teheran hat wie jedes andere Land das Recht, Atomenergie zivil zu nutzen. Es geht um die Urananreicherung. Wer sie beherrscht, der kann auch hoch angereichertes Uran zum Bau von Bomben herstellen. Dies zu verhindern ist das Anliegen der Weltgemeinschaft. Wer hinter der Verhinderungsstrategie allein die USA und Israel vermutet, lügt sich in die Tasche. Alle im Sicherheitsrat vertretenen Atommächte wollen einen nuklear aufgerüsteten Iran verhindern. Das Schiiten-Regime würde in der Region eine militärisch beherrschende Stellung erreichen, die weder Saudi-Arabien, die Golfstaaten noch Ägypten hinnehmen würden.

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