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Rheinische Post: Islamisten in der Offensive

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann

    Der Karikaturen-Streit eint Islamisten im Kampf gegen den Sittenverfall liberaler Gesellschaften. Er bringt sie wieder in die Offensive, weil sie sich als Opfer sehen. Das Gefährliche dabei ist die Radikalisierung weiterer Fanatiker. Mit einem Schlag tritt die Verschleppung und Ermordung westlicher Geiseln in den Hintergrund. Islamisten sprengen im Irak reihenweise Moslems in die Luft und bringen so die Menschen gegen sich auf. Islamistische Terroristen schlagen in London, Madrid oder New York zu und töten Unschuldige. Nun brennen Botschaften, und Westler fürchten um ihr Leben. Die Gewaltausbrüche in der islamischen Welt als Reaktion auf die Mohammed-Karikaturen in westlichen Medien werden nicht schon morgen Geschichte sein. Hier prallen nicht miteinander vereinbare Staats- und Religionsauffassungen aufeinander. Es droht eine lange, ernste Krise zwischen dem Islam und der frei denkenden und handelnden westlichen Welt. Das aufgeklärte Europa war nicht bereit, in seiner ersten Verfassung einen Gottesbezug zu verankern, um nicht die Gefühle Andersgläubiger oder gar die von Atheisten zu verletzen. Religion ist Privatsache. Der Islam verschmilzt öffentliches und privates Leben. Wer ihn angreift oder verletzt, kann sich nicht auf das Feld der Pressefreiheit zurückziehen, sie ist in keinem islamischen Land Lebens-Leitlinie wie in den Demokratien.

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