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Rheinische Post: Ausnahme Airbus Von MARTIN KESSLER

    Düsseldorf (ots) - Gegen seinen Dauerrivalen Boeing setzt sich Airbus mehr und mehr durch. Die Chinesen bestellten 70 Flugzeuge bei den Amerikanern, 150 bei den Europäern. Nimmt man die anderen Bestellzahlen hinzu, hat das Gemeinschaftsunternehmen von Franzosen, Deutschen und Spaniern auch insgesamt die Nase vorn.

    Die Airbus-Erfolgsgeschichte widerspricht der reinen Marktlehre. Von Anfang an griffen gleich mehrere Staaten diesem Unternehmen kräftig unter die Arme. Inzwischen steht der High-Tech-Koloss auf eigenen Füßen und gibt den Ton im internationalen Markt für Großflugzeuge an. In Hamburg, Toulouse und vielen anderen europäischen Standorten sichert und schafft er viele hochqualifizierte Jobs.

    Sind also noch mehr solcher Projekte angebracht? Vorsicht! Bislang ist Airbus die einzige industriepolitische Erfolgsgeschichte. Auch die hat aber noch nicht vollständig die Steuergelder eingespielt, die Länder wie Deutschland oder Frankreich in dieses ehrgeizige Projekt steckten. Außerdem profitierte Airbus von der Schwäche des früheren Boeing-Konkurrenten McDonnell-Douglas. Und für die Luftlinien ist es zudem keine sehr schöne Situation, gerade mal zwischen zwei Anbietern wählen zu können.

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