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Rheinische Post: Beamte versetzen Von DETLEV HÜWEL

    Düsseldorf (ots) - Was wäre alles möglich in NRW, wenn die Strukturen nicht so verkrustet wären. Dann könnte man einen Landesbediensteten, der auf einem überflüssigen Bürostuhl sitzt, in eine Schule versetzen, wo er Lehrer von Verwaltungsarbeit entlasten könnte. Oder in eine Polizeistation, um Beamten mehr Streifendienst zu ermöglichen.

    Könnte, wäre - die Wirklichkeit sieht anders aus. Im öffentlichen Dienst hat der Personalrat ein gewichtiges Wort mitzureden. Legt er sich quer, läuft zumeist gar nichts. Zwar trifft der Dienstherr - etwa das Land - bei Beamten die letzte Entscheidung, doch so weit ist es in der Vergangenheit oft gar nicht gekommen. Um "fiesen Ärger" zu vermeiden, hat der öffentliche Arbeitgeber oft gekniffen und ist den Weg des geringsten Widerstands gegangen.

    Auch daran liegt es, dass noch immer tausende von Stellen im Landesdienst besetzt sind, obwohl sie schon vor vielen Jahren als entbehrlich ("künftig wegfallend") eingestuft wurden. Es wird spannend sein zu beobachten, ob die schwarz-gelbe Regierung tatsächlich die Kraft aufbringt, diese Verkrustungen aufzubrechen. Vielleicht bedarf es dazu nicht einmal einer Gesetzesänderung, sondern nur ausreichender Entschlossenheit der gewählten Politiker.

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