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Rheinische Post: "Tor zur Welt"

    Düsseldorf (ots) - Von Klaus Peter Kühn

    Man darf dem gebürtigen Berliner Hartmut Mehdorn getrost unterstellen, dass es ihm egal ist, aus welcher Stadt er als Chef der Deutschen Bahn den letzten komplett bundeseigenen Konzern steuert. Er will vor allem eines: eine Beteiligung an der Hamburger Hafengesellschaft. Dann kommt er seinem Ziel entscheidend näher, ein großes Rad im Logistik-Geschäft zu drehen. Wenn der Einstieg beim "Tor zur Welt" nur um den Preis eines Umzug der Firmenzentrale möglich gewesen wäre, bitte schön. Seit gestern ist klar, dass  die Bundesregierung mit Rücksicht auf die ohnehin ausgezehrte ostdeutsche Wirtschaft einen solchen radikalen Schnitt verhindern wird. Die Bahn und die Hansestadt verkünden postwendend, dass sie dennoch weiter verhandeln. Es kann nur um eine abgespeckte Lösung gehen. Den neuen Verkehrsminister Tiefensee hat Mehdorn offenbar schon davon überzeugt, dass die Zukunft der Bahn keineswegs nur auf der Schiene liegt. Tiefensee hält einen Teilumzug, etwa der Bahnlogistik, für vorstellbar. Und Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust hat mit Zitronen gehandelt, wenn er glaubt, den Einstieg bei der Hafengesellschaft nur im Gegenzug gegen einen Komplett-Umzug gewähren zu können.

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