Alle Storys
Folgen
Keine Story von Rheinische Post mehr verpassen.

Rheinische Post

Rheinische Post: Steuer-Staat

Düsseldorf (ots)

Von Thomas Wels
Als wäre das unwürdige Schauspiel, das die politische Klasse 
vergangene Woche mit dem versehentlichen Sturz des SPD-Parteichefs 
und der wiederholten Umorientierung einer CSU-Führungskraft 
aufführte, nicht schon rufschädigend genug gewesen: Jetzt vergessen 
sie auch noch allesamt, was sie dem Wähler vor der Wahl versprochen 
haben. Wahlprogramm, welches Wahlprogramm?
Täglich wächst das Haushaltsloch und verschlingt einen Vorsatz nach 
dem anderen. So mancher Großkoalitionär übt sich im Selbstbetrug - 
und im Wahlbetrug gleich mit: Alles schlimmer als wir dachten, tut 
uns leid, das konnte keiner ahnen; alle müssen Opfer bringen, 
deswegen stimmt die SPD der ach so verhassten Mehrwertsteuer-Erhöhung
zu, zum Dank dafür genehmigt die Union die Reichensteuer.
So billig darf sich keine Partei aus dem Staub machen. Nicht 
ungestraft. Wenn sie tatsächlich glauben, sie könnten sich mit 
Steuererhöhungen der unangenehmen Aufgabe entledigen, die Ausgaben zu
streichen, die Deutschland sich nicht mehr leisten kann, wird's 
bitter enden. Ohne Änderung der Strukturen, ohne Zuversicht und mehr 
Geld in den Taschen der Verbraucher und Investoren, fällt Deutschland
weiter zurück. Die Quittung erhalten beide Volksparteien bei der 
nächsten Wahl.

Rückfragen bitte an:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Rheinische Post
Weitere Storys: Rheinische Post
  • 06.11.2005 – 20:29

    Rheinische Post: Steckt Frankreich uns alle an?

    Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann Frankreichs Integrationspolitik ist gescheitert. Die randalierenden und marodierenden Jugendlichen empfinden sich als ausgegrenzt. Sie sehen sich als perspektivlose, verarmte Zuschauer am Spielfeldrand Frankreichs, und sie wissen, dass kaum einer von ihnen jemals eingewechselt wird. Übertrieben? Nein. Ein Blick in die Statistik genügt, um diese traurige Wahrheit mit ...

  • 06.11.2005 – 18:35

    Rheinische Post: Höhn: Politikwende trägt Schuld an Fleischskandal

    Düsseldorf (ots) - Die frühere NRW-Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn (Grüne) macht eine "konservative Kehrtwende in der Verbraucherpolitik" für Lebensmittelskandale in Deutschland mitverantwortlich. "Der Verbraucherschutz erhält unter schwarz-gelben Regierungen weniger Gewicht. Dadurch fühlen sich schwarze Schafe ermuntert, sich in dem knallharten ...

  • 05.11.2005 – 05:00

    Rheinische Post: Atomstreit - Einigung in Sicht

    Düsseldorf (ots) - Im Streit um die Atompolitik zeichnet sich ein Kompromiss ab. Nach Informationen der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) kann der rot-grüne Atomausstieg formell eingehalten werden. Es solle aber ein Weg gefunden werden, dass bis zur nächsten Bundestagswahl kein Kernkraftwerk vom Netz gehen muss, meldet die Zeitung unter Hinweis auf Verhandler-Kreise. Rückfragen bitte an: Rheinische ...