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05.10.2005 – 05:00

Rheinische Post

Rheinische Post: DGB-Vize Engelen-Kefer: Ich-AG muss künftig über Steuern finanziert werden

Düsseldorf (ots)

Der DGB will die bevorstehende Reform der
Arbeitsmarktpolitik mittragen. "Auch wir wollen die Maßnahmen der 
Bundesagentur für Arbeit auf ihre Wirksamkeit überprüfen", sagte die 
stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer der 
"Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Aber es geht nicht um eine 
Streichliste, sondern darum, die Gelder so einzusetzen, dass vor 
allem Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit kommen beziehungswweise 
Arbeitslosigkeit vermieden werden kann."
Ursula Engelen-Kefer nannte drei Hauptforderungen des DGB: "Die 
Ich-AG muss als Teil der Wirtschaftsförderung behandelt werden. Sie 
ist daher über Steuern zu finanzieren und nicht über 
Beitragseinnahmen." Zweitens brauche nicht jede Arbeitsagentur eine 
Personal-Service-Agentur für Leiharbeit. "Die PSA sollten nur dort 
bestehen bleiben, wo auch genügend entsprechende Arbeitsplätze 
vorhanden sind." Drittens müssten Qualifizierungsmaßnahmen stärker 
als bisher auf die berufliche Eingliederung ausgerichtet werden. "Die
Beschäftigung gerade junger Menschen scheitert zu oft an 
unzureichender Qualifikation."
Bis Jahresende wolle man sich mit den anderen Partnern im 
Verwaltungsrat der Bundesagentur einigen "und die Ergebnisse dann der
Politik zur Entscheidung präsentieren".

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Telefon: (0211) 505-2303

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