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Rheinische Post: Kommentar: Trumps Weltsicht

Düsseldorf (ots) - Der Personalverschleiß unter dem Präsidenten Donald Trump, er schlägt schon jetzt alle Rekorde. Das Tempo, mit dem der Mann Schlüsselfiguren seines Kabinetts auswechselt, sucht seinesgleichen. Nach dem Wirtschaftsberater Gary Cohn, der vergebens vor protektionistische Schranken gewarnt hatte, setzt er seinem Außenminister den Stuhl vor die Tür. Mit Rex Tillerson muss ein Praktiker gehen, der - bei allen Fehlern, die er beging - für Augenmaß, pragmatische Wendigkeit und einen kühlen Kopf stand. Mike Pompeo, der bisherige CIA-Direktor, der ihn beerben soll, ist dagegen den Hardlinern zuzurechnen. Dass er auf Distanz zu seinem Chef geht, wie Tillerson es gelegentlich sogar in der Öffentlichkeit tat, ist von ihm nicht zu erwarten. Sie ist kleiner geworden, die Zahl der Erwachsenen, die den rebellischen System-Sprenger Trump im Zweifelsfall vor törichten Fehlern bewahren, die ihn zurückführen auf eingefahrene Gleise. Der Präsident, so hat es zumindest den Anschein, umgibt sich zusehends mit Vertrauten, die seine Weltsicht ohne Abstriche teilen. Keine beruhigende Aussicht.

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