Alle Storys
Folgen
Keine Story von Rheinische Post mehr verpassen.

Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar
Verunsichertes Italien = Von Martin Kessler

Düsseldorf (ots)

In Italien sind langlebige Regierungen mit stabilen Mehrheiten die Ausnahme. Das hat in der Vergangenheit nicht immer geschadet. Tatsächlich waren die politischen Verhältnisse zwar stets prekär, aber sie haben den Aufstieg Italiens zu einer der führenden Industrienationen der Welt nicht verhindert. Die staatliche Unzulänglichkeit hat den Unternehmungsgeist der Italiener eher beflügelt. Vom Ergebnis der Parlamentswahl am Sonntag geht hingegen ein Signal der Verunsicherung aus. Der Staat ist hoch verschuldet, die Wirtschaft stagniert, und ihre Innovationsfähigkeit hat deutlich nachgelassen. Nicht nur der chronisch unterentwickelte Süden, auch der reiche Norden ist gefährdet. Doch ausgerechnet jetzt hat Italien wohl lange Zeit keine handlungsfähige Regierung. Die Populisten von rechts und links haben rechnerisch die Mehrheit, was gemäßigte Kräfte von der Macht fernhält. Schlimmer: Die Fünf-Sterne-Bewegung kann ebenso wenig regieren wie die Konservativen, von den Sozialdemokraten ganz zu schweigen. Den Abstieg des verunsicherten Landes wird das beschleunigen.

www.rp-online.de

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Rheinische Post
Weitere Storys: Rheinische Post
  • 05.03.2018 – 21:00

    Rheinische Post: Kommentar / Männerpartei CSU = Von Gregor Mayntz

    Düsseldorf (ots) - Mann (68), Mann (62), Mann (43) - wenn das Horst Seehofers letztes Wort im Kapitel "Wir haben verstanden" sein soll, dann ist der CSU nicht mehr zu helfen. In knapp fünf Jahrzehnten Mitregierung im Bund entschied sich die CSU, 29 Persönlichkeiten Minister werden zu lassen. 27 Mal waren es Männer. Gerda Hasselfeldt (1989 bis 1992) und Ilse Aigner ...

  • 05.03.2018 – 16:31

    Rheinische Post: Innogy macht Hans Bünting zum kommissarischen Finanzvorstand

    Düsseldorf (ots) - Nach der Säureattacke auf Bernhard Günther soll Hans Bünting (53) kommissarisch die Aufgabe des Finanzvorstands bei Innogy übernehmen, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) aus Konzernkreisen erfuhr. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist Vorstand für Erneuerbare Energien bei Innogy und soll nun das ...