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Rheinische Post: Kommentar
Das Ja der Linken = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Sie hat Ja gesagt. Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht, lange Gegnerin einer Regierungsbeteiligung der Linken, hat zum Abschluss des Wahlprogramm-Parteitages die Aussage getroffen: "Dann wollen wir auch regieren!" Bis 2009 und seit 2013 war ein Mitte-links-Bündnis möglich. Angesichts der aktuellen Werte für Union, FDP und AfD sieht es nun nicht danach aus. Zählt aus linker Sicht trotzdem die Devise, "besser zu spät als nie", zumal die Briten gezeigt haben, dass selbst ein 20-Prozent-Vorsprung noch fast einzuholen ist? Die Partei zeigte sich willig wie selten. Eine neue Generation will nicht mehr nur die Welt durch die kommunistisch-antikapitalistische Protest-Brille sehen, sondern Deutschland in Richtung mehr sozialer Gerechtigkeit umgestalten. Die Abwicklung der Agenda-Gesetze, die massive Besteuerung der Reichen, die bedingungslose 1050-Euro-für-jeden-Beglückung ließen Koalitionssondierungen zu. Doch die Häme, die Wagenknecht über SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ("Zottelbart") ausschüttete, lässt erkennen, dass sie es nicht wirklich ernst meint.

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