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Rheinische Post: Der Ölpreisverfall bringt die Konjunktur auf Trab Kommentar Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Kurz vor Weihnachten gibt es gute Konjunkturnachrichten: Der Aufschwung kehrt zurück, die Rezessionsängste des Sommers sind verflogen. Vor allem der drastische Ölpreisverfall hat die deutsche Konjunktur im Herbst wieder auf Trab gebracht. Die Kaufkraft der Konsumenten ist infolge der geringen Benzin- und Heizölpreise noch einmal kräftig gestiegen, der Einzelhandel wird es im Weihnachtsgeschäft merken. Auch die Energierechnung der Unternehmen ist im zweiten Halbjahr 2014 viel geringer als im ersten. Und im nächsten Jahr dürfte der Ölpreis kaum deutlich steigen, denn viele Erdölförderländer wollen ihr Angebot bislang nicht drosseln. Zusätzlich profitieren die Exporteure vom geringen Euro-Kurs und die Investoren vom sehr niedrigen Zinsniveau. Sollten die Unternehmensinvestitionen in einem so guten Umfeld 2015 nicht endlich anspringen, wäre wirklich etwas faul am Wirtschaftsstandort Deutschland. Die meisten Ökonomen gehen aber davon aus, dass auch die Investitionen 2015 merklich zulegen werden. Das Konjunkturjahr dürfte also besser werden als das laufende - und es spricht wenig - außer einer dramatischen Zuspitzung der Russland-Krise - gegen einen längeren Aufschwung in Deutschland.

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