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Rheinische Post: Familienpapier
"Reaktionen unterschätzt"

Düsseldorf (ots) - EKD-Ratsvorsitzender beklagt persönliche Verletzungen in Debatte um Der scheidende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, blickt mit Selbstkritik auf seine vierjährige Amtszeit an der Spitze der deutschen Protestanten zurück. Es sei sein "größter Fehler" gewesen, "die Reaktionen unterschätzt zu haben, die auf unsere Orientierungshilfe zur Familie kommen würden", sagte Schneider der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Mit dem Papier hatte die EKD 2013 auch Patchwork-Familien und homosexuelle Partnerschaften gewürdigt - allerdings sei darin "die theologische Grundlegung zu kurz" gekommen, räumte Schneider ein. Zugleich verbinde er mit der Familien-Diskussion die größte Enttäuschung seiner Amtszeit, fügte Schneider hinzu: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich in der Debatte um die Orientierungshilfe Auseinandersetzungen erleben würde, die ich als persönlich verletzend empfand." Die Synode der EKD wählt am kommenden Dienstag einen Nachfolger für Schneider. Er gibt sein Amt vorzeitig auf, um seiner an Brustkrebs erkrankten Frau Anne beizustehen.

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