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Rheinische Post: Karstadt: Zukunft düster Kommentar Von Georg Winters

Düsseldorf (ots) - Der schnelle Abgang von Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt ist die logische Konsequenz aus der Erkenntnis, dass der Warenhauskonzern keine Chance hat mit einem Eigentümer wie Nicolas Berggruen. So lange der jede eigene Investition in Karstadt stur verweigert, setzt er die Zukunft des Unternehmens und Tausende Jobs aufs Spiel. Wer ihm noch die Stange hält und ihn für einen Heilsbringer hält, glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann. Solche Eigentümer braucht keine Firma. Mit dem Abgang Sjöstedts stirbt wieder eine Hoffnung. Sie war angetreten, den Konzern zu modernisieren und mit einer motivierten Belegschaft den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Jetzt regiert wieder die blanke Angst. Eine dauerhafte Perspektive hat Karstadt vermutlich nur in einem größeren Konstrukt (beispielsweise mit Galeria Kaufhof). Aber auch das würde bedeuten, dass man den Konzern drastisch klein schneidet. Und Nicolas Berggruen hätte noch eine letzte Chance, seinen Ruf zu retten, wenn er eine 180-Grad-Wende vollzöge und endlich investierte. Aber wer mag daran glauben? Karstadts Zukunft wird immer düsterer.

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