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Moskau muss liefern = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - In der Ost-Ukraine haben die Regierungstruppen den pro-russischen Separatisten offenbar schwere Verluste zugefügt. Doch dieser Konflikt ist militärisch allein nicht zu lösen. Mit neuen Droh-Manövern in der Region hat Moskau sofort klargemacht, dass es eine Niederlage der Freischärler nicht zulassen will. Ganz abgesehen davon, dass die Gefechte über kurz oder lang auch Opfer in der Zivilbevölkerung fordern würden. Auch das erklärt das neue Verhandlungsangebot des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Eine neue Feuerpause ist sinnvoll, aber kein Selbstzweck. Sie muss ernsthafte Verhandlungen ermöglichen. Und das bedeutet: Russland muss endlich seinen Teil tun, um die Kämpfe zu stoppen. Die Grenze zur Ukraine muss für Nachschublieferungen an die Separatisten gesperrt werden, und es muss Schluss sein mit der Komplizenschaft russischer Militärs mit den Kämpfern in der Ost-Ukraine. Wenn Moskau dieses nicht nachweisbar umsetzt, darf sich die EU nicht weiter um die gebetsmühlenhaft angedrohten Sanktionen herumdrücken. Sie müssen kommen.

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